Infolge des russischen Angriffs auf den Energiesektor am Morgen des 22. März und des darauf folgenden Stromausfalls in mehreren Regionen der Ukraine saßen mehr als 1.000 Bergleute in den Regionen Donezk und Dnipropetrowsk fest, wie das ukrainische Energieministerium mitteilte.
„In den Regionen Donezk und Dnipropetrowsk sind mehrere Bergwerke ohne Strom“, stellte die Behörde fest und fügte hinzu, dass für die Bergleute keine Gefahr bestehe.
Insbesondere in der Region Dnipropetrowsk wurden Energieanlagen in den Bezirken Dniprovsk, Krywyj Rih, Pawlohrad und Kamjansk beschädigt.
Wie DTEK klarstellte, wurden Anlagen zur Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung in der Region beschädigt, was zu Notfall-Stromausfällen auf Anordnung von NPC Ukrenergo führte.
In der Region Donezk wurde ebenfalls ein Notabschaltsystem eingeführt.
DTEK meldete, dass bereits Notstromaggregate aktiviert und mit der Evakuierung der Bergleute aus den stromlosen Minen an die Oberfläche begonnen wurde. Dies betrifft 1.060 Personen.
„Alle Bergleute werden nach ihrer Evakuierung medizinisch untersucht. Es gab keine Verletzten. Sobald die Bergwerke wiederhergestellt und die notwendigen Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind, wird der Kohleabbau wieder aufgenommen“, teilte das Unternehmen mit.
Das Energieministerium teilte mit, dass es aufgrund der Notabschaltung mehrerer Wärmekraftwerks- und Wasserkraftwerksblöcke zu einem gewissen Rückgang der Stromproduktion gekommen sei. Um den Bedarf der Verbraucher zu decken, würden Notstromlieferungen aus den Nachbarländern Rumänien, Slowakei und Polen genutzt. Auch kommerzielle Stromimporte seien geplant.

