Aufgrund von Konflikten mit Verbündeten könnte Trump die Ukraine ohne Unterstützung zurücklassen

Die Nahostpolitik von Donald Trump könnte direkte Folgen für die Ukraine haben, da der US-Präsident angesichts der sich verschlechternden Beziehungen zu seinen Verbündeten seine Unterstützung für Kiew möglicherweise überdenken wird.

Ein Krieg gegen den Iran schwächt die politische Position von US-Präsident Donald Trump und untergräbt seine wichtigsten Einflussinstrumente, schreibt The Economist in einer Analyse der Folgen seiner Außenpolitik.

Laut dem Bericht birgt der Konflikt für Trump gleich mehrere Probleme. Insbesondere verliert er die Möglichkeit, sich eine für ihn günstige politische Lage zu schaffen, Druck auf seine Partner auszuüben und die volle Kontrolle über die Republikanische Partei zu behalten. Zudem trägt der Krieg zu steigenden Ölpreisen bei, was den wirtschaftlichen Druck erhöht.

Die Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten traten während der Gespräche über die Straße von Hormus zutage. Trump rief seine Partner zur Unterstützung bei der Öffnung der Straße auf und warnte vor negativen Konsequenzen für die NATO im Falle einer Ablehnung. Die Verbündeten unterstützten diese Initiative jedoch nicht, woraufhin der US-Präsident seine Rhetorik änderte.

Analysten gehen davon aus, dass Trump bei einer weiteren Schwächung seiner politischen Position zu drastischeren und unberechenbareren Maßnahmen greifen könnte. Mögliche Szenarien umfassen sogar eine Überarbeitung der US-Verpflichtungen innerhalb der NATO.

In diesem Kontext gerät auch die Ukraine in Gefahr. Die Veröffentlichung geht davon aus, dass Trump die Unterstützung für Kiew reduzieren oder ganz einstellen könnte, um so Druck auf die europäischen Partner auszuüben.

Zu den möglichen Maßnahmen des amerikanischen Präsidenten gehören außerdem ein erhöhter Druck auf lateinamerikanische Länder unter dem Vorwand der Verbrechensbekämpfung, finanzielle Forderungen an Verbündete in Asien und eine harte Zollpolitik.

Selbst wenn solche Szenarien nicht vollständig eintreten, könnte allein ihr Entstehen das US-amerikanische Bündnissystem erheblich schwächen. Dies wiederum eröffnet China und Russland zusätzliche Möglichkeiten, ihren Einfluss auf der Weltbühne auszubauen.

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