In Charkiw wird ein Vorfall in einem der Rekrutierungs- und Sozialzentren (TCS) untersucht, bei dem ein 49-jähriger Mann mutmaßlich von Personen in Militäruniform geschlagen wurde. Der Vorfall hat in der Öffentlichkeit Empörung ausgelöst und ist bereits Gegenstand strafrechtlicher und behördlicher Ermittlungen.
Der Vorfall ereignete sich am 9. Mai. Laut der Nationalpolizei der Region Charkiw kontaktierte ein Bürger die Strafverfolgungsbehörden mit der Aussage, sein Bruder werde auf dem Gelände des Handelszentrums unrechtmäßig festgehalten und habe dort während eines verbalen Streits körperliche Verletzungen erlitten.
Das Opfer wurde ins Krankenhaus eingeliefert und erstattete anschließend Anzeige bei der Polizei. Seinen Angaben zufolge wurde er von Personen in Uniform der ukrainischen Streitkräfte angegriffen.
Die Ermittler haben ein Strafverfahren gemäß Artikel 122 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches eingeleitet – vorsätzliche Körperverletzung mittleren Schweregrades. Dieser Artikel sieht eine Strafe in Form von gemeinnütziger Arbeit von bis zu zwei Jahren, Freiheitsbeschränkung von bis zu drei Jahren oder Freiheitsstrafe von gleicher Dauer vor.
Das regionale Krisenmanagementzentrum Charkiw und die Gemeinsamen Streitkräfte bestätigten den Vorfall und gaben an, dass es sich bei dem Opfer um einen ehemaligen Soldaten handelt. Das Zentrum betonte, es verurteile das Vorgehen des Soldaten, der seine Befugnisse überschritten und während des Konflikts körperliche Gewalt angewendet habe.
„Es wurde eine interne Untersuchung zu diesem Sachverhalt angeordnet. Auf Grundlage der Ergebnisse werden entsprechende Maßnahmen ergriffen und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen“, erklärte das CCC in einer offiziellen Stellungnahme.
Die Ermittler klären derzeit alle Umstände des Vorfalls auf. Die Öffentlichkeit erwartet eine objektive Untersuchung und die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen, unabhängig von deren Status oder Position.

