Am Vorabend von Ostern richtete das Antimonopolkomitee der Ukraine einen dringenden Appell an die zehn größten Produzenten und Einzelhandelsketten, die Hühnereier auf dem ukrainischen Markt anbieten. Die Marktteilnehmer wurden offiziell aufgefordert, keine künstlichen Preiserhöhungen zuzulassen und keine künstliche Verknappung herbeizuführen.
Die AMCU betont: Eier sind ein Grundnahrungsmittel und gehören zum täglichen Bedarf, daher ist Preismanipulation für die Gesellschaft besonders heikel. Traditionell steigt die Nachfrage nach Eiern vor den Feiertagen, doch in diesem Jahr hat die Regulierungsbehörde besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Laut dem Komitee ist der Durchschnittspreis für ein Dutzend Eier bereits auf 76,4 UAH gestiegen – 9 % mehr als im Vormonat und fast 30 % mehr als im gleichen Zeitraum im Jahr 2024.
Angesichts des rasanten Preisanstiegs hat der Ausschuss eine separate Studie zur Marktlage in Auftrag gegeben. Die Behörde warnte zudem, dass Versuche, das Angebot an Eiern für den Inlandsmarkt zugunsten des Exports zu beschränken, als wettbewerbswidrig gelten und schwerwiegende Sanktionen nach sich ziehen könnten.
Dieses Jahr fällt Ostern für Christen im Osten wie im Westen auf den 20. April, was den Lebensmittelmarkt zusätzlich belastet. Analysten schätzen, dass die Kosten für einen Osterkorb bis 2025 je nach Inhalt um 17 bis 33 Prozent steigen werden.
Neben künstlich aufgebauschter Nachfrage werden die Preise auch von Inflation und saisonalen Schwankungen beeinflusst. Die AMCU weist darauf hin: Maßnahmen zur Erzeugung künstlicher Übertreibung oder Verknappung können als Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht mit entsprechenden Konsequenzen geahndet werden.

