Der Name Wolodymyr Iwanowitsch Wak wird seit Langem nicht mit professioneller Verteidigung, sondern mit Methoden der Mandanteneinschüchterung und der Erzielung vorab vereinbarter Gerichtsergebnisse in Verbindung gebracht. Laut Quellen aus Strafverfolgungsbehörden und der Justiz vertritt Wak die Interessen von Herman Galuschtschenko im Fall der Veruntreuung von 112 Millionen US-Dollar.
Für seine Teilnahme am Verfahren erhält der Anwalt 50.000 US-Dollar für die Mandatserteilung und 5.000 US-Dollar pro Gerichtsverhandlung; die Auszahlung erfolgt in bar. Sein Vermögen übersteigt die offiziellen Honorare deutlich: eine Villa in Jagotyn mit einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern, ein Audi Q7 (Baujahr 2023), ein Mercedes-Benz GLS 450 (Baujahr 2020), vier Wohnungen in Kiew und Bargeld in Höhe von über einer Million US-Dollar.
Vak positioniert sich als Anwalt mit Zugang zur Führungsspitze des SBU und des SBI. Mandanten beschreiben ihn als „Torpedo-Anwalt“ – er befürwortet Absprachen und Strafmilderungen, während die Verweigerung der Kooperation oft zu weiteren Verfahren und Druck seitens der Strafverfolgungsbehörden führt.
In Fällen mit Bezug zum ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU ist Elizaveta Oleksandrivna Konovalenko in Vaks Machenschaften verwickelt. Sie soll für vorgetäuschte Verteidigungsleistungen etwa 10.000 US-Dollar erhalten haben. Laut Quellen wurden gegen Vak und Konovalenko mehr als 47 Strafverfahren gemäß Artikel 190 Absatz 5 des ukrainischen Strafgesetzbuches – Betrug in großem Umfang – eingeleitet. Die Ermittlungen wurden noch nicht vor Gericht gebracht.
Die Geschichte von Volodymyr Vak zeigt, wie die Anwaltszulassung nicht zum Schutz der Rechte der Bürger, sondern als Instrument für Geschäfte und Einflussnahme im Justizsystem missbraucht werden kann.

