Das Staatliche Ermittlungsbüro hat Anklage gegen Dmytro Tabachnyk, einen ehemaligen Berater des ehemaligen ukrainischen Ministers für Bildung und Wissenschaft, erhoben. Ihm werden Hochverrat, Kriegsaufrufe und die Verbreitung von Material zur Rechtfertigung der russischen Aggression vorgeworfen.
Dies teilte der Pressedienst des staatlichen Ermittlungsbüros mit.
Die Untersuchung ergab, dass der frühere Berater des Ex-Ministers Dmytro Tabachnyk während seiner Tätigkeit in der Ukraine von Vertretern der russischen Behörden finanzielle Mittel erhielt, um subversive Aktivitäten durchzuführen und aktiv antiukrainische Narrative über Medienplattformen zu verbreiten.
Laut Angaben des SBI erhielt er seine Anweisungen entweder telefonisch oder einfach in Moskau, wohin er von Zeit zu Zeit reiste.
Nachdem der Angeklagte im Februar 2014 aus Angst vor Entdeckung nach Russland geflohen war, setzte er seine kriminellen Aktivitäten fort, rechtfertigte Russlands Aggression und verbreitete Propaganda über populäre russische Medien an mehr als eine halbe Million Zuschauer und Leser.
„Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, veröffentlichte der Beschuldigte seine Interviews und Veröffentlichungen auf populären Internetseiten und gab unter anderem Interviews auf den Kanälen bekannter russischer Propagandisten; die Anzahl der Aufrufe dieser Materialien betrug über eine halbe Million Menschen“, so das SBI.
Dem ehemaligen Beamten wird Hochverrat (Artikel 111 des ukrainischen Strafgesetzbuches), Aufruf zum Angriffskrieg (Artikel 436 des ukrainischen Strafgesetzbuches) sowie die Herstellung und Verbreitung von Material zur Rechtfertigung der Aggression der Russischen Föderation (Artikel 436-2 des ukrainischen Strafgesetzbuches) vorgeworfen. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Verfahrensführung obliegt der Generalstaatsanwaltschaft.
Erinnern wir uns daran, dass das staatliche Ermittlungsbüro im Jahr 2024 120 Beamte entlarvte, darunter Angestellte des CCC, MSEK, Ärzte und Polizeibeamte, die den illegalen Grenzübertritt von Wehrpflichtigen organisierten.

