Der ukrainische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen Versuch russischer Geheimdienste vereitelt, geheime Militärdokumente zu stehlen. Im Zuge einer Spezialoperation in der Region Odessa wurde ein 47-jähriger Ingenieur festgenommen, der für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB arbeitete und versuchte, brisante Informationen über die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine an den Feind weiterzugeben.
Laut SBU erhielt der Agent eine Anstellung in einem Rüstungsunternehmen, um Zugang zu Zeichnungen und Technologien für die Herstellung von Ersatzteilen für Militärfahrzeuge zu erhalten. Allerdings standen seine Aktivitäten von Beginn an unter strenger Beobachtung des Gegenspionagedienstes, der bereits im Rekrutierungsprozess seine Verbindungen zu russischen Führungsoffizieren dokumentierte.
Der Spion sammelte nicht nur geheime Baupläne, sondern führte auch Aufklärungsmissionen nach Luftverteidigungsstellungen durch. Er bereiste die Region und suchte nach Standorten ukrainischer Luftverteidigungssysteme und Radaranlagen, um das feindliche Feuer zu koordinieren.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten Fotos von technischen Unterlagen des Verdächtigen, die er der russischen Seite übergeben wollte, sowie weitere Beweismittel für seine Spionagetätigkeiten.
Derzeit wird dem Verräter gemäß Artikel 111 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Hochverrat unter Kriegsrecht) vorgeworfen. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Sanktion des Artikels sieht lebenslange Haft und Einziehung des Vermögens vor.
Der Sicherheitsdienst betonte, dass in allen Regionen der Ukraine Maßnahmen zur Neutralisierung der FSB-Agentennetzwerke durchgeführt werden.

