In der Region Sumy wurde Anklage gegen eine 22-jährige Einwohnerin des Bezirks Konotop erhoben. Der Frau wird vorgeworfen, ihre elterlichen Pflichten vorsätzlich vernachlässigt und dadurch den Tod eines Kleinkindes verursacht zu haben.
Den Ermittlungen zufolge ereignete sich die Tragödie am 21. September 2025. Die Mutter ließ ihren eineinhalbjährigen Sohn allein im Kinderbett zurück und ging auf eine Party, wo sie Alkohol trank. Das Kind blieb mehrere Stunden unbeaufsichtigt.
Während seine Mutter abwesend war, verfing sich der Junge in einem Schnürsenkel mit einem Kreuz, der sich an einer Metallschraube verfing. Das Kind konnte sich nicht befreien. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass der Tod durch mechanische Erstickung eingetreten war.
Experten bestätigten zudem, dass die Mutter zum Zeitpunkt des Vorfalls alkoholisiert war. Der Alkoholgehalt in ihrem Körper betrug 1,23 ppm.
Die Ermittlungen ergaben, dass das Kind aufgrund unzureichender Lebens- und Erziehungsbedingungen seit seinen ersten Lebensmonaten unter der Obhut des Jugendamtes stand. Der Vater nahm nicht am Leben des Kindes teil.
Die Voruntersuchung ist abgeschlossen. Die Anklageschrift wurde dem Gericht zur Prüfung vorgelegt. Unabhängig davon ermitteln die Strafverfolgungsbehörden gegen Mitarbeiter des Jugendamtes, die von der Situation in der Familie wussten, aber keine Maßnahmen zum Schutz des Kindes ergriffen haben.

