Die Lage in Torezk, einer Stadt in der Ostukraine, spitzt sich aufgrund einer möglichen Offensive der Besatzungstruppen, die die Stadt teilweise eingekesselt haben, zunehmend zu. Der Militärexperte und Fluglehrer Roman Svitan betonte im Fernsehsender Kanal 24 die Bedrohung durch die Besatzer, die versuchen könnten, die Autobahn über Horliwka nach Torezk zu erreichen.
Seinen Angaben zufolge liegt Torezk, ähnlich wie Chasiv Jar, auf einer strategisch wichtigen Anhöhe, was der Stadt einen militärischen Vorteil verschafft. Deshalb versuchen die russischen Invasoren, in Richtung dieser Stadt vorzurücken, um strategische Vorteile zu erlangen.
Gleichzeitig behauptet Svitan, Toretsk sei derzeit teilweise eingeschlossen. „Toretsk ist halb eingeschlossen. Von Norden her versuchen russische Truppen, im Gebiet von Klischtschiwka und Andrijiwka durchzubrechen, und von Süden und Südwesten aus dem Gebiet von Ocheretyne versuchen sie, die Straße nach Kostjantyniwka zu erreichen. Die Garnison von Toretsk könnte in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, falls die Russen von Norden und Westen durchbrechen“, sagte Svitan.
Der Experte schlug vor, diese Richtung entweder zu verstärken oder die Frontlinie im Gebiet von Chasowy Jar, Andrijiwka oder Klischtschjiwka zu ebnen. Seiner Meinung nach könnten die ukrainischen Streitkräfte zu einem dieser Manöver greifen, um einen Angriff auf Torezk zu verhindern. Dafür, so Svitan, seien ausreichend Kräfte und Mittel erforderlich. In naher Zukunft werde sich zeigen, welche Entscheidung das militärische Oberkommando treffen werde. Bislang bestehe keine nennenswerte Gefahr eines Durchbruchs auf Torezk, doch dies könne sich ändern, schloss der Experte.

