Ein Einwohner der Stadt Buchach in der Region Ternopil wurde von Polen in die Ukraine ausgeliefert. Ihm wird vorgeworfen, die illegale Beförderung von Wehrpflichtigen ins Ausland organisiert zu haben. Laut Staatsanwaltschaft gründete der Mann zusammen mit einem Komplizen ein Scheintransportunternehmen und meldete Wehrdienstverweigerer als Fahrer an, um sie aus der Ukraine zu schaffen.
Er registrierte 2022 ein internationales Transportunternehmen, jedoch nicht für tatsächliche Geschäftszwecke. Die Firma diente lediglich als Tarnung. Für 6.000 bis 7.000 US-Dollar schleusten die „Transporteure“ Wehrpflichtige in das „Schljach“-System ein, wo diese angeblich als Fahrer die Erlaubnis erhielten, das Land zu verlassen. Tatsächlich besaßen viele von ihnen nicht einmal einen Führerschein.
Die Ermittlungen haben bereits fünf Fälle von illegalem Menschenhandel nachgewiesen, obwohl die Gesamtzahl der transportierten Personen mehrere Dutzend beträgt. Die Ermittlungen zu weiteren Fällen dauern an.
Nach Bekanntwerden des Verdachts floh der Organisator des Komplotts ins Ausland, wurde jedoch am polnischen Flughafen festgenommen und den ukrainischen Strafverfolgungsbehörden übergeben. Ein weiteres Mitglied der Gruppe wird derzeit gesucht; auch seine Auslieferung ist geplant.
Am 21. Juli ordnete das Bezirksgericht Ternopil die Untersuchungshaft für den Verdächtigen an. Ihm wird vorgeworfen, als Teil einer organisierten Gruppe die illegale Schleusung von Menschen über die Staatsgrenze betrieben zu haben (Artikel 27 Absatz 3 und Artikel 332 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches). Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu neun Jahre Haft, die Einziehung seines Vermögens und ein Berufsverbot.

