Die Generalstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen vier Mitglieder einer kriminellen Vereinigung erhoben, die laut Ermittlungen illegal über 21 Millionen Hrywnja von einem Unternehmen in der Hauptstadt beschlagnahmt haben sollen. Unter den Angeklagten befinden sich ein ehemaliger Abgeordneter der 7. und 8. Legislaturperiode des ukrainischen Parlaments sowie mehrere Anwälte und ein Geschäftsführer des Unternehmens.
Wie die Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, betraf der Betrug Immobilien im Kiewer Stadtteil Solomianskyi. Die Verdächtigen versprachen, das Eigentum an einem Teil des Grundstücks zu übertragen, schlossen einen Vertrag ab, erhielten das Geld, doch die Immobilie wurde nie an den Käufer übergeben.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Betrug im Voraus geplant war. Der ehemalige Volksabgeordnete bezog kontrollierte Unternehmen und Vertrauenspersonen in die Durchführung des Betrugs ein. Infolgedessen wurde das gesamte Gebäude im Jahr 2021 an eine ausländische Firma übertragen, wodurch dem Geschädigten ein Schaden von über 21 Millionen Hrywnja entstand.
Bei der Durchsuchung der Verdächtigen beschlagnahmten die Strafverfolgungsbehörden Mobiltelefone mit Korrespondenz, die die Verschwörung und die Koordinierung der Aktionen in diesem Fall bestätigte.
Der Organisator und seine Komplizen wurden wegen des Verdachts auf Verstöße gegen mehrere Artikel des ukrainischen Strafgesetzbuches, insbesondere folgender Artikel, angezeigt:
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Teil 5 des Artikels 191 – Beschlagnahme von Vermögen in besonders großem Umfang,
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Teil 2 des Artikels 366 – amtliche Urkundenfälschung,
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Teil 3 des Artikels 209 – Legalisierung von durch Straftaten erlangten Geldern.
Die Staatsanwaltschaft bereitet einen Antrag an das Gericht vor, als Präventivmaßnahme die Untersuchungshaft anzuordnen.

