Ein privater Notar in Kiew geriet ins Visier eines Strafverfahrens, nachdem er mit gefälschten Dokumenten Eigentumsrechte an nicht existierenden Häusern registriert und so den neuen „Eigentümern“ städtische Grundstücke angeeignet hatte. Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes und Ermittler der Kiewer Polizei deckten den Machtmissbrauch des Notars auf.
Eine staatliche Registerbeamtin und private Notarin ließ im Kiewer Stadtbezirk Holosiivskyj mithilfe gefälschter Dokumente Eigentumsrechte an fiktiven Häusern eintragen. Obwohl sie genau wusste, dass an den angegebenen Adressen keine Wohngebäude existierten, nahm sie unrechtmäßig Änderungen an der Datenbank des staatlichen Grundbuchs vor. Dadurch verlieh sie den nicht existierenden Immobilien Rechtsstatus.
Dank dieser Manipulation konnten sich die neuen „Eigentümer“ Grundstücke aneignen, die der Gebietskörperschaft Kiew gehörten. Die von den Ermittlern gesammelten Beweise bildeten die Grundlage für die Anklage gegen den Notar wegen Amtsmissbrauchs und unbefugter Handlungen im Zusammenhang mit elektronisch verarbeiteten Informationen.
Die dem Notar zur Last gelegten Straftatbestände sehen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vor. Derzeit laufen Ermittlungen gegen Personen, die möglicherweise an dieser illegalen Transaktion beteiligt waren.
Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Holosiivska ist für die Verfahrensführung in diesem Fall zuständig.

