Erythrit, ein beliebter Süßstoff, der in Limonaden, Proteinriegeln und sogar Zahnpasta verwendet wird, kann laut einer in Earth veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der University of Colorado Boulder die Blutgefäße im Gehirn negativ beeinflussen und das Schlaganfallrisiko erhöhen.
Forscher unter der Leitung von Professor Christopher DeSouza untersuchten über einen Zeitraum von drei Stunden, wie Erythritol die Zellen beeinflusst, die die Blutgefäße des Gehirns auskleiden. Diese Zellen sind für die Regulierung des Blutflusses, die Kontrolle von Entzündungen und die Vorbeugung von Blutgerinnseln verantwortlich.
Bereits geringe Mengen Erythrit können das Enzym hemmen, das für die Produktion von Stickstoffmonoxid verantwortlich ist – einer Schlüsselsubstanz für die Erweiterung der Blutgefäße. Ein niedriger Stickstoffmonoxidspiegel führt zu einer Verengung der Blutgefäße und einer verminderten Durchblutung.
Zusätzlich begannen die Zellen unter dem Einfluss des Süßstoffs vermehrt Endothelin-1 zu produzieren, ein Protein, das den Blutgefäßen signalisiert, sich weiter zu verengen. Unter dem Einfluss von Erythrit verlieren die Blutgefäße also zunächst ihre Fähigkeit zur Erweiterung und erhalten dann Signale, sich noch stärker zu verengen.
Diese Prozesse können das Risiko für Schlaganfälle und andere Gefäßerkrankungen des Gehirns erhöhen, warnen Wissenschaftler. Sie empfehlen Vorsicht bei der Verwendung von Produkten mit zugesetztem Erythrit, insbesondere für Menschen mit Gefäßproblemen.

