Der staatliche Rechnungsprüfungsdienst hat bei dem staatseigenen Unternehmen „Dokument“ finanzielle Unregelmäßigkeiten in Höhe von 71 Millionen Hrywnja aufgedeckt. Dies wurde nach Abschluss einer Prüfung bekannt gegeben, deren Unterlagen bereits an die Strafverfolgungsbehörden übergeben wurden.
Insbesondere belaufen sich die direkten Verluste auf über 18 Millionen Hrywnja im Zusammenhang mit ungerechtfertigten Zahlungen, Zulagen und Boni an Beamte.
Eine der Schlüsselepisoden betrifft eine ehemalige stellvertretende Abteilungsleiterin, die gleichzeitig leitende Positionen in der Ukraine, Polen und Deutschland innehatte. Trotzdem erhielt sie in allen Bereichen ihr volles Gehalt, obwohl es tatsächlich unmöglich war, gleichzeitig in mehreren Ländern tätig zu sein.
Selbst nach ihrer Entlassung aus ihrer Hauptposition in der Ukraine erhielt diese Person weiterhin Zahlungen von ausländischen Niederlassungen, ohne dass ihr Hauptarbeitsort angegeben wurde. Laut der Prüfung führte die polnische Niederlassung keinerlei Aufzeichnungen über ihre Arbeitszeiten. Insgesamt erhielt sie 9,5 Millionen Hrywnja, was dem Staat erhebliche Verluste verursachte.
Weitere 9 Millionen Hrywnja wurden, wie die Prüfer feststellten, für ungerechtfertigte Bonuszahlungen an das ehemalige Management, Zahlungen für nicht geleistete Arbeitszeit und überhöhte Zulagen an Mitarbeiter ausländischer Niederlassungen ausgegeben.
Die Prüfung deckte zudem Verstöße im Beschaffungswesen auf. Die SE „Dokument“ schloss Verträge im Wert von über 52 Millionen Hrywnja ab, ohne die ordnungsgemäßen Verfahren einzuhalten.
In diesem Zusammenhang wurden zehn Ordnungswidrigkeitsprotokolle gegen den Unternehmensleiter erstellt und dem Gericht bereits vorgelegt. Die Sanktionen umfassen Geldstrafen zwischen 330.000 und 1,7 Millionen Hrywnja.
Das Unternehmen wurde außerdem angewiesen, die Verstöße zu beseitigen und den entstandenen Schaden zu ersetzen. Weitere Entscheidungen hinsichtlich der Haftung der Beteiligten werden von den Strafverfolgungsbehörden getroffen.

