Anfang Februar 2025 glaubten 38 % der Ukrainer, dass sich die Dinge im Land in die richtige Richtung entwickelten, während 46 % die gegenteilige Meinung vertraten. Dies ergab eine soziologische Umfrage des Internationalen Instituts für Soziologie Kiew (KIIS), die vom 2. bis 6. Februar durchgeführt wurde.
Im Vergleich zu den ersten Monaten des umfassenden Angriffs hat der Optimismus in der Gesellschaft nachgelassen. Während im März 2022 noch 68 % der Befragten der Ansicht waren, dass sich das Land in die richtige Richtung entwickelt, ist dieser Anteil stetig gesunken. Gleichzeitig hat die Zahl derjenigen zugenommen, die die Entwicklung der Ereignisse für falsch halten.
Die Umfrage wurde per Telefoninterview durchgeführt, und 1.000 Ukrainer ab 18 Jahren nahmen daran teil.
Zusätzlich zur Beurteilung der Lage im Land befragte KIIS die Bürger auch zu ihren Hauptanliegen.
- Die Wirtschaftskrise und die Inflation bereiten den meisten Befragten Sorgen – 33 % bzw. 32 %.
- Militärische Risiken – verstärkter Beschuss und weitere Besetzung von Gebieten – bereiten 27 % bzw. 25 % der Befragten Sorgen.
- Die demografische Krise stellt eine Bedrohung für 18 % der Ukrainer dar, und die nachlassende Unterstützung durch internationale Partner stellt eine Bedrohung für 17 % dar.
- Die Rückkehr von Strom- und Heizungsausfällen bereitet 16 % der Bürger Sorgen, die Möglichkeit einer politischen Krise 14 %.
Diese Daten spiegeln die besorgniserregende Stimmung in der Gesellschaft und die Herausforderungen wider, denen sich die Ukraine im Jahr 2025 gegenübersieht.

