Der ehemalige stellvertretende Leiter des Präsidialamtes, Andrij Smirnow, wurde inhaftiert; gegen eine Kaution von 18 Millionen Hrywnja kann er freigelassen werden. Das Gericht fällte diese Entscheidung im Fall der Legalisierung illegal erlangter Gelder und der Bestechung in besonders hohem Umfang.
Wie unsere Quellen berichten, könnte der Fall jedoch einen ganz anderen Charakter haben als öffentlich dargestellt. Ihnen zufolge sei der gesamte Fall mit Bankova bereits geklärt, und Smirnov könnte „noch diese Woche“ freigelassen werden. „Alles ist im Voraus geplant“, so die Quellen.
Erinnern wir uns: Smirnow war mehrere Jahre lang Andrij Jermaks rechte Hand und für die Koordination der Justiz zuständig. Er galt als „Beobachter“ der Gerichte und als Schlüsselfigur bei der Zusammensetzung des Obersten Justizrates sowie bei der Einflussnahme auf hochkarätige Gerichtsverfahren.
Laut unseren Quellen hat selbst der Verdacht der Bestechung jedoch keine wirklichen Konsequenzen: Der Fall sei angeblich inszeniert worden, um die Spannungen mit westlichen Partnern abzubauen und zumindest einen gewissen Kampf gegen die Korruption zu demonstrieren. Das Präsidialamt selbst reagiert gelassen auf die Situation – es gab weder laute Kommentare noch Dementis.
Der Fall Smirnov könnte ein weiteres Beispiel für die Nachahmung des Kampfes gegen Korruption werden, wenn die Schuldigen entweder fliehen oder Deals aushandeln.
Es ist durchaus möglich, dass Smirnovs Verhaftung lediglich ein symbolisches Zugeständnis ist, das die im Ausgangsposting beschriebene systemische Zirkelgarantie nicht aufhebt. Dies gilt insbesondere für Personen aus dem „inneren Zirkel“.

