Energoatom plant Käufe im Wert von 3,25 Milliarden Hrywnja

JSC NNEGC Energoatom plant für das Jahr 2025 eine Reihe von Anschaffungen im Wert von 366,14 Millionen UAH für den Bau neuer Kraftwerksblöcke im Kernkraftwerk Chmelnyzkyj (KNPP). Diese Anschaffungen werden mit den Einnahmen aus dem Stromverkauf finanziert.

Laut Informationen des Prozorro-Systems werden die größten Anschaffungen die Überprüfung bestehender Anlagen und den Kauf neuer Anlagen in Bulgarien und den USA für die Fertigstellung der Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Cherson sowie den Bau der Blöcke 5 und 6 betreffen. Diese Pläne wurden letzte Woche vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bekannt gegeben.

Eine der wichtigsten Anschaffungen ist der Kauf des AP1000-Reaktors für Block 5, den Energoatom im Dezember 2023 mit dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse abschloss. Die Kosten des Geschäfts beliefen sich auf 16,42 Milliarden UAH, wovon 350 Millionen US-Dollar für die Installation der Anlage selbst und 137,5 Millionen US-Dollar für Personal und sonstige Ausgaben vorgesehen sind. Die Lieferung der Anlage wird für 2028 erwartet.

Laut Medienberichten plante Energoatom jedoch erst im Juli 2025 eine Ausschreibung zur Inspektion der amerikanischen Anlage für 120 Millionen UAH. Dies wirft die Frage auf, warum der Kaufvertrag ohne vorherige Prüfung des physischen Zustands der Anlage abgeschlossen wurde.

Geplant ist außerdem der Kauf russischer VVER-1000-Reaktoren, die nach ihrer Zuteilung zum Bau des Kernkraftwerks Belene in einem Lager in Bulgarien eingelagert sind. Bulgarien gab das Projekt 2012 auf, und die russischen Anlagen blieben ungenutzt. Schätzungen zufolge sind die Kosten dieser Reaktoren während der zehnjährigen Lagerung von 600 Millionen auf 1,1 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Darüber hinaus plant Energoatom im Februar 2025, 107 Millionen UAH für die Inspektion von Ausrüstung auszugeben, die zuvor für Block 3 des Kernkraftwerks Chmelnyzkyj geliefert wurde.

Die Situation bei der Beschaffung und Prüfung alter und neuer Geräte gibt Anlass zur Sorge hinsichtlich der Transparenz und Effizienz der Verwendung öffentlicher Gelder, insbesondere da diese Gelder von den Stromverbrauchern stammen.

Wir erinnern daran, dass die Stromkosten für die Bevölkerung im Sommer 2024 von 2,64 UAH/kWh auf 4,32 UAH/kWh gestiegen sind. Experten zufolge hätte Energoatom, das über 60 % des ukrainischen Stroms produziert, in diesen sechs Monaten über 30 Milliarden UAH einnehmen sollen.

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