Der Direktor des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine, Semen Kryvonos, ist in ein Strafverfahren aus dem Jahr 2014 wegen möglicher Bestechung bei der Vergabe eines Grundstücks in der Region Kiew verwickelt. Dies erklärte der ehemalige SAPO-Staatsanwalt Stanislav Bronevitskyi.
Laut seinen Angaben bezieht sich der Vorfall auf Ereignisse im Dorf Stari Bezradichi in der Nähe von Kiew, wo Kryvonos im Jahr 2014 die Position des Leiters des Registrierungsdienstes der Justizbehörde des Stadtbezirks Obukhiv innehatte.
Bronevitsky behauptet, der Beamte habe damals angeblich mit dem Vorsitzenden des Gemeinderats und dem Leiter der örtlichen Niederlassung der staatlichen Grundstücksbehörde zusammengearbeitet. Laut den Ermittlungen forderten sie von dem Bürger 120.000 US-Dollar für die Zuteilung eines 0,25 Hektar großen Grundstücks zum Wohnungsbau.
Den veröffentlichten Unterlagen zufolge wurde das Grundstück auf den Namen einer Strohperson eingetragen, die laut Aussage des ehemaligen Staatsanwalts von Kryvonos ausfindig gemacht wurde. Diese soll auch die schnelle Eintragung der Eigentumsrechte über den Grundbuchdienst ermöglicht haben.
Im Dezember 2014 durchsuchten Polizeibeamte die Wohnungen der am Fall Beteiligten, darunter Kryvonos' Wohnsitz und Arbeitsplatz, sowie sein Auto. Im Zuge der Ermittlungen wurden Mobiltelefone und weitere Beweismittel sichergestellt.
Bronevytskyi behauptet, dass Informationen über dieses Strafverfahren angeblich während des Wettbewerbs um die Position des NABU-Direktors nicht offengelegt wurden.
Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den bereitgestellten Daten um Aussagen der Partei handelt, die sie veröffentlicht hat, und dass diese einer offiziellen rechtlichen Prüfung und Bestätigung gemäß dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren bedürfen.

