Im Zuge der Ermittlungen zu Korruptionsfällen im Zusammenhang mit dem Bau von Festungsanlagen haben ukrainische Strafverfolgungsbehörden rund 30 Strafverfahren eingeleitet. Die Gesamtsumme der in diesen Verfahren betroffenen Gelder beläuft sich auf 20 Milliarden Hrywnja. Diese Informationen geben Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Effektivität des öffentlichen Finanzmanagements und der Kontrolle der Verteidigungsausgaben.
Diese Zahlen wurden von Strafverfolgungsbeamten in einer nicht-öffentlichen Sitzung der Untersuchungskommission des Sicherheitsrates zu Befestigungsanlagen mitgeteilt, sagte TSK-Sekretär Mykhailo Bondar. Er kündigte am Rande der Sitzung an, dass Einzelheiten zu diesen Fällen in der nächsten Sitzung der Kommission in einer Woche bekannt gegeben würden.
Laut Bondar müssen das Verteidigungsministerium und die regionalen Militärverwaltungen Auskunft über die Verwendung der Haushaltsmittel für den Bau von Befestigungsanlagen, den Bauzeitplan und die Standorte geben. Anschließend werden die Abgeordneten eine Überprüfung der Befestigungsanlagen planen.
„Derzeit laufen bereits rund 30 Strafverfahren wegen Veruntreuung von Geldern beim Bau von Befestigungsanlagen. Die Mitglieder der Kommission der ‚Diener des Volkes‘ versuchten angesichts dieser Zahlen umgehend, die Verantwortlichen für die Gelder zu schützen. Den Löwenanteil trägt die militärisch-zivile Verwaltung – also die dem Präsidenten unterstellte Ebene. Künftig sollten wir für jedes Verfahren die Rechtsgrundlage, die beteiligten Personen und die Höhe der Beträge erfahren“, sagte Bondar.

