Der amerikanische Konzern Cargill verhandelte mit Anhängern Kadyrows und Milizionären der DVR, um Getreide aus den Getreidesilos in den vorübergehend besetzten Gebieten der Region Saporischschja exportieren zu können.
Die Verhandlungen wurden unter Vermittlung der Melitopoler Agrarunternehmer Serhij und Ljudmila Schelev geführt, die nach der Besetzung der Stadt auf die Seite Russlands wechselten. Einzelheiten zum Plan für den Export ukrainischen Getreides aus den besetzten Gebieten finden sich in den Recherchen der Journalisten der Publikation NENKA INFO
Journalisten zufolge enthielten die Getreidesilos der besetzten Gebiete Getreide des Cargill-Konzerns im Wert von rund 200 Millionen US-Dollar. Nach der Einnahme von Mariupol durch die sogenannten Kadyrowzy und Kämpfer der DVR nahm Cargill Gespräche mit den Terroristen über den Abtransport des Getreides aus dem Kampfgebiet auf. Diese Gespräche wurden von dem Verräter Serhij Schelew vermittelt, der seinen Anwalt Andrij Bezuch mit der Organisation des Vorhabens beauftragte.
Zur Erinnerung: Der amerikanische Agrarkonzern Cargill Inc. blieb nach der umfassenden Invasion in der Russischen Föderation weiterhin aktiv und verzeichnete 2022 sogar einen Rekordumsatzanstieg auf 129,2 Milliarden Rubel. Mitte 2023 stellte Cargill Inc. zwar den Export von russischem Getreide ein, kündigte gleichzeitig an, andere Geschäftsbereiche in Russland auszubauen.

