Roman Lansky, Mitbegründer des IT-Unternehmens Strimco und Mitentwickler der mobilen Anwendungen „Reserve+“ und „Army+“, reiste im April/Mai 2025 nach Bali. Diese Information wurde durch seinen Instagram-Account bekannt, wo er seine Urlaubseindrücke offen teilte. Die Reise warf jedoch eine Reihe von Fragen auf: Wie konnte ein Wehrpflichtiger die Ukraine verlassen, wo doch strenge Reisebeschränkungen für Männer im Wehrpflichtalter gelten?
Einer Analyse sozialer Netzwerke zufolge hielt sich Lansky etwa von der zweiten Aprilhälfte bis Mitte Mai im Ausland auf. In diesem Zeitraum tauchten Fotos aus einem indonesischen Ferienort auf seinem Profil auf. Die Information wurde zuerst von den Administratoren des Telegram-Kanals „Monaco Battalion“ veröffentlicht, der Fälle von mutmaßlich illegalen Auslandsreisen von Soldaten während des Krieges dokumentiert.
Gleichzeitig lieferte Lansky keine Erklärungen zu den Gründen für seinen Weggang.
In seinen Posts deutet er gesundheitliche Probleme an. Zitat von Instagram:
„Der Bobik ist schon wie ein geschmolzenes Hemd und nimmt überhaupt nichts mehr ab. Wieder 15 kg mehr im Jahr. Zum ersten Mal sehe ich die Feigenkontrolle... Bei diesem Tempo geht der Bobik komplett ein.“.
Angeblich war sein Gesundheitszustand der Grund für seinen „ersten Urlaub seit zehn Jahren“. Doch handelte es sich um eine medizinische Behandlung? Darauf gibt es keine Antwort. Auch gibt es keine Bestätigung dafür, dass er mit Sondergenehmigung reiste oder auf Geschäftsreise war.
Interessanterweise veröffentlichte Lansky am 15. Mai ein neues Foto, vermutlich aus der Ukraine. Er hatte Blut gespendet, was auf einen guten Gesundheitszustand schließen lässt. Blutspenden sind nur Menschen ohne chronische Krankheiten und in guter körperlicher Verfassung erlaubt. Dies wirft Zweifel an der Version auf, Lansky sei angeblich in einem kritischen Gesundheitszustand gewesen und habe deshalb im Ausland Erholung gesucht.
Da Lansky dem Wehrdienst unterliegt und keine Dokumente oder Genehmigungen veröffentlicht hat, ist es möglich, dass seine Ausreise entweder mit gefälschten Dokumenten oder im Rahmen einer dubiosen Tarnung erfolgte, wie sie häufig zur Umgehung des Gesetzes genutzt wird. Da Strimco im Verteidigungsbereich tätig ist (Entwicklung von „Reserve+“), könnte dies die Grundlage für die Erlangung der Ausreise gewesen sein – die rechtliche Gültigkeit einer solchen Entscheidung muss jedoch noch überprüft werden.

