Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte gegenüber PBS, die ukrainische Luftverteidigung befinde sich aufgrund fehlender Raketen zur Abwehr eines Luftangriffs der Russischen Föderation in einer kritischen Lage. Dies habe zur Zerstörung des Wärmekraftwerks Trypillya geführt.
Laut Selenskyj feuerten russische Streitkräfte elf Raketen auf das Kernkraftwerk Trypillya ab. Von den sieben Raketen konnten ukrainische Streitkräfte nur die ersten sieben treffen, die verbleibenden vier führten jedoch zur Zerstörung des Kraftwerks, da die ukrainische Seite bereits alle verfügbaren Raketen verschossen hatte.
Der Präsident betonte zudem, dass die Ukraine bei der Annahme direkter Unterstützung eingeschränkt sei, da dies den Eindruck erwecken könnte, NATO-Staaten würden in den Konflikt hineingezogen. Als Beispiel nannte er Israel, das zwar kein Mitglied der NATO sei, aber in Konflikten Unterstützung von NATO-Verbündeten erhalten habe.
Selenskyj rief die Welt dazu auf, sich dieses Beispiel zu Herzen zu nehmen, und betonte, wie wichtig es sei, der Ukraine zu helfen, ohne die NATO-Staaten in den Krieg hineinzuziehen.

