In der Region Transkarpatien wurde Anklage wegen eines groß angelegten Betrugsfalls erhoben, bei dem illegalerweise Bescheinigungen über die Untauglichkeit zum Militärdienst ausgestellt wurden. Unter den Angeklagten befindet sich Oksana Livyk, eine Mitarbeiterin des Rekrutierungszentrums, die laut Ermittlungen zu den Organisatorinnen der kriminellen Vereinigung gehört.
Dies berichtete der Journalist Vitaliy Glagola unter Berufung auf die Spezialisierte Staatsanwaltschaft für Verteidigung der Westregion.
Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden ging die Gruppe systematisch vor: Die Teilnehmer fälschten die Gutachten der militärmedizinischen Kommission (MMC) und erklärten diensttaugliche Männer für untauglich.
Das kriminelle Komplott umfasste Folgendes:
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Leiter der Abteilung für Psychonarkologie,
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Psychiater,
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Mitglied der VLK,
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Leiter einer der Abteilungen des RTCC,
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Einwohner der Bezirke Chust und Beregov, die auf der Suche nach Kunden waren.
Die Kosten für ein „Ticket“ zur Entlassung aus dem Dienst lagen zwischen 9.000 und 14.000 US-Dollar.
Die Ermittlungen ergaben, dass gegen Bezahlung gefälschte Atteste über psychische Erkrankungen und andere Diagnosen ausgestellt wurden, die den Militärdienst unmöglich machten. Diese „Befunde“ basierten auf gefälschten medizinischen Dokumenten ohne tatsächliche Untersuchung.
Die Anklageschrift wurde bereits an das Gericht übermittelt. Sollten die Angeklagten für schuldig befunden werden, drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft.
Vor dem Hintergrund des andauernden Krieges ist dieser Fall besonders empörend – nicht nur wegen seines Ausmaßes, sondern auch wegen des moralischen Aspekts: Die Fälschungen wurden zu einer Zeit begangen, als andere an der Front starben.

