Rund 2.000 Kultur- und Medienschaffende erhielten Reservierungen von der Mobilmachung

Rund 2.000 Kultur- und Medienschaffende wurden auf Antrag des Ministeriums für Kultur und Informationspolitik von der Mobilmachung befreit. Dies erklärte der amtierende Minister Rostyslav Karandeyev bei einem Gespräch mit Journalisten in Mykolajiw.

Er betonte die Wichtigkeit des Themas der Reservierungen, insbesondere für Familienangehörige an der Front. Der Slogan „Alles für die Front – alles für den Sieg“ sei zwar sehr treffend, doch es sei ebenso wichtig zu verstehen, worum es in diesem Krieg gehe. Die Stabilität und der Fortbestand ziviler Prozesse seien im Kontext des Krieges von großer Bedeutung, und einige Kultur- und Medienfachleute sollten sich dafür einsetzen.

Karandeev betonte, dass es die Pflicht der Behörden sei, zumindest die Mindestkapazität für den Betrieb jeder Kulturinstitution zu gewährleisten, die ihre Tätigkeit auch während des Krieges nicht eingestellt hatte. Daher erhielten Vertreter der Medien und des Kulturbereichs Reservierungen, allerdings nur für bis zu 50 % ihrer Belegschaft.

„1.150 Kulturschaffende und etwas mehr als 700 Medienvertreter wurden auf Antrag des Ministeriums für Kultur und Informationspolitik von der Mobilmachung befreit. Ich bin bereit, jeden Einzelnen zu schützen, da dies nach den geltenden Normen in der Ukraine und in angemessener Weise geschehen ist“, betonte Karandejew bei einem Treffen mit Journalisten in Mykolajiw.

Er räumte außerdem ein, dass es heutzutage für Regierungsbeamte nicht einfach sei; oft bestehe zwar der Wunsch zu helfen, aber oft sei unklar, wie dies richtig umzusetzen sei. „Deshalb bitte ich Sie um Ihre Unterstützung und Beratung, wie Ideen und deren logistische Planung sachgerecht formuliert werden können. Wir arbeiten derzeit mit Vertretern der Öffentlichkeit zusammen, denn die Kommunikation mit der Bevölkerung ist von großer Bedeutung“, fügte der Interimsminister hinzu.

Er betonte außerdem, dass der Begriff „lokale Selbstverwaltung“ impliziert, dass die Bürgerinnen und Bürger aktiv an Machtprozessen mitwirken und nicht nur deren Entscheidungen hinnehmen. „Das bedeutet, dass wir nicht nur das Recht haben, unsere Meinung zu äußern, sondern auch an der Entwicklung und Umsetzung von Projekten mitzuwirken, die unsere Lebensqualität beeinflussen“, hob er hervor.

Zuvor hatte der amtierende Minister für Kultur und Informationspolitik, Rostyslav Karandeyev, erklärt, dass die Kritik an der Quotenregelung für Beschäftigte im Kultur- und Medienbereich unfair gegenüber denjenigen sei, die ihre Arbeit ehrlich und qualitativ hochwertig verrichten.

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