Der neunte Februar vereint mehrere wichtige Ereignisse: einen Berufsfeiertag für Ärzte, kirchliche Gedenktage und volkstümliche Warnungen, die seit Generationen weitergegeben werden. Gleichzeitig galt dieser Tag im Volkskalender als ungünstig für neue Unternehmungen.
Nach dem neuen Kirchenkalender wird an diesem Tag des Mönchs Pankratius von Kiew-Petschersk gedacht, der vom Volk als Heiler verehrt wurde. Der Legende nach half er Kranken und heilte sie mit geweihtem Öl. Ebenfalls am 9. Februar wird des Märtyrers Nikephoros von Antiochia gedacht. Für orthodoxe Gläubige markiert diese Zeit den Beginn der spirituellen Vorbereitung auf die Große Fastenzeit vor Ostern. Nach dem alten Kirchenkalender wird an diesem Tag des Johannes Chrysostomus, eines der bekanntesten christlichen Prediger, gedacht.
Aufgrund der kirchlichen Bedeutung dieses Tages widmen die Gläubigen ihn traditionell dem Gebet um Heilung von Krankheiten, um Lebensweisheit und um Hilfe bei der Lösung komplexer Konflikte.
Am 9. Februar wird weltweit der Internationale Tag der Zahnärzte gefeiert, ein Feiertag für alle Ärzte, die sich um die Gesundheit von Zähnen und Mundhöhle kümmern. Dieser Tag dient nicht nur der Ehrung der Zahnärzte, sondern soll auch die Bevölkerung an die Wichtigkeit regelmäßiger Kontrolluntersuchungen und Mundhygiene erinnern. Gleichzeitig ist der 9. Februar Welttag der Epilepsie, eine Initiative, die das Bewusstsein für die Symptome der Erkrankung und die Regeln für die Erste Hilfe bei Anfällen schärfen soll.
Darüber hinaus feiert die Welt den Internationalen Pizza-Tag, den Volleyball-Geburtstag, den Lachs-Bagel-Tag und sogar den Bath Reading Day.
In der Ukraine wird, wie in vielen anderen Ländern, der 9. Februar als Tag des Zahnarztes gefeiert. Traditionell finden an diesem Tag Fachkonferenzen, Vorträge und Veranstaltungen statt, die der Weiterentwicklung der heimischen Zahnmedizin dienen. Für Patienten ist dies ein weiterer Grund, ihren Ärzten zu danken.
Im Volksglauben war dieser Tag umstritten. Man glaubte, die Wärme am 9. Februar sei trügerisch und würde schnell von Frost abgelöst werden. Unsere Vorfahren achteten auf die Zeichen: Wenn Rauch aus einem Schornstein am Boden entlangzog, bedeutete dies Wärme und Bewölkung; stieg er hingegen auf, kündigte er klares und frostiges Wetter an. Schnee an den Ästen verhieß Tauwetter, und gegen den Wind treibende Wolken bedeuteten starken Schneefall. Der Gesang von Meisen und Spatzen galt als Zeichen des Frühlingsbeginns.
Trotz allgemeiner Vorsicht galt der Tag als günstig für Behandlungen, medizinische und zahnärztliche Eingriffe. Man glaubte, dass eine Krankheit, deren Behandlung am 9. Februar begonnen hatte, schnell abklingen würde. Auch der Kauf neuer Kleidung oder Möbel galt als Glücksfall – die neuen Gegenstände sollten lange halten.
Gleichzeitig enthielten volkstümliche Traditionen viele Verbote. Der neunte Februar galt als ungünstig für den Beginn neuer Projekte, lange Reisen, den Abschluss wichtiger Verträge oder Vorstellungsgespräche. Streit wurde strengstens untersagt, da er zu lang anhaltenden Familienkonflikten führen konnte. Auch Faulheit an diesem Tag wurde als schlechtes Omen gewertet.

