Das Problem der Lohnmanipulation im Zusammenhang mit der sogenannten „fiktiven“ Reservierung von Arbeitsplätzen gewinnt in der Ukraine zunehmend an Bedeutung. Dieses Thema wird unter Abgeordneten und in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert.
Nach den neuen Bestimmungen muss ein Unternehmen mehrere Voraussetzungen erfüllen, um Mitarbeiter zu verpflichten, darunter die Zahlung eines Gehalts von mindestens 20.000 Hrywnja. Laut Khlan ist diese Anforderung jedoch oft nur eine Formalität: Die Mitarbeiter erhalten das Geld zwar, geben es aber anschließend an ihre Vorgesetzten zurück, damit das Unternehmen die Verpflichtungskriterien erfüllt.
Der Abgeordnete merkt an, dass ein solches System es Unternehmen ermöglicht, Berichte zu manipulieren und echte Kontrollen zu umgehen. Außerdem behauptet er, dass manche Personen bereit seien, Geld zu zahlen, um eine Anstellung in einem solchen Unternehmen zu erhalten und so einer Einberufung zu entgehen.
Derzeit liegen keine Informationen über konkrete Ermittlungen zu solchen Machenschaften vor. Die ukrainischen Behörden erörtern unterdessen mögliche Änderungen der Reservierungsbestimmungen, um solchen Missbrauch zu verhindern. Reservierungen für Militärangehörige sollten ausschließlich Mitarbeitern von Unternehmen in kritischen Industriezweigen gewährt werden, die tatsächliche Einhaltung dieser Vorgaben ist jedoch fraglich.

