Westliche Finanzhilfe hat die ukrainische Wirtschaft nicht gerettet - Kush

Der Finanzanalyst Oleksiy Kush kritisierte die ukrainische Wirtschaftspolitik dafür, dass sie in den letzten beiden Jahren des ausgewachsenen Krieges die Finanzhilfen westlicher Partner nicht effektiv genutzt habe. Anstatt die Wirtschaft entsprechend den Erfordernissen des Krieges umzustrukturieren, blieb die Nationalbank seiner Meinung nach bei den alten Finanzplänen, was zu einer beispiellos hohen Arbeitslosigkeit führte.

Kush behauptet, dass der Ukraine dank westlicher Finanzhilfe eine einzigartige Chance zum Wiederaufbau ihrer Wirtschaft geboten wurde, diese Chance jedoch nicht genutzt wurde. „Wir könnten die Wirtschaft auf Kosten dieser Ernährung umgestalten, aber das ist leider nicht geschehen“, betont er. Als Hauptgrund nennt er die Ineffizienz der Führung der Nationalbank, insbesondere Andrii Pyshny, der sich laut Kush „in einem warmen Bad wohlfühlt“.

Der Ökonom geht davon aus, dass das Ignorieren von Chancen für eine wirtschaftliche Erholung zu einer katastrophalen Arbeitslosenquote von etwa 15 % geführt hat. „Das ist ein inakzeptables Maß an Arbeitslosigkeit für ein Land im Krieg“, stellt er fest. Kush vergleicht die Situation in der Ukraine mit Ländern, die unter Kriegsbedingungen, in denen die Arbeitslosigkeit immer minimal war, Wirtschaftsmodelle effektiv umgesetzt haben.

Oleksiy Kush glaubt, dass die Ukraine zur Wiederherstellung der Wirtschaft ein regeneratives Zirkulationsmodell einführen und Finanzströme für den realen Wirtschaftssektor nutzen müsse. Stattdessen, so der Analyst, seien diese Ströme auf Finanzspekulationen gerichtet gewesen. Er kritisiert auch den Mangel an Führungssynergien im öffentlichen Sektor und weist darauf hin, dass die Besetzung von Schlüsselpositionen aufgrund persönlicher Loyalität und nicht aufgrund beruflicher Qualitäten die Wirksamkeit der Wirtschaftspolitik negativ beeinflusst.

Kush betont, dass eine ordnungsgemäße Verwaltung der Wirtschaftspolitik ein Wirtschaftswachstum von 10 % pro Jahr und eine Arbeitslosenquote von 2–3 % gewährleisten könnte. Allerdings bleibt die Situation vorerst schwierig und die Notwendigkeit wirtschaftspolitischer Veränderungen bleibt dringend.

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