Nach Angaben der NOAA und unabhängiger Überwachungsdienste könnten am 12. November mehrere koronale Massenauswürfe (CMEs), die durch eine Reihe starker Sonneneruptionen vom 9. bis 11. November ausgelöst wurden, das Erdmagnetfeld treffen und einen Sturm der Stärke G1 bis G4 verursachen, dessen Höhepunkt höchstwahrscheinlich am 12. November erreicht wird.
Was passiert?
Vom 9. bis 11. November ereignete sich auf der Sonne eine Reihe von Sonneneruptionen der X-Klasse (darunter X1.7, X1.2 und stärkere), die koronale Plasmawolken ins All schleuderten. Wenn mehrere koronale Massenauswürfe (CMEs) aufeinandertreffen oder im interplanetaren Raum interagieren, können sie sich gegenseitig verstärken und beim Annähern an die Erde einen stärkeren geomagnetischen Schock erzeugen. Die NOAA warnt vor geomagnetischen Unwettern vom 11. bis 13. November, wobei am 12. November die Möglichkeit schwerer Stürme besteht.
SpaceWeatherLive und andere Dienste prognostizieren für den 12. November bedingte Meteorstärken von G1 (schwach) bis G4 (stark/sehr stark), abhängig von der Ausrichtung des interplanetaren Magnetfelds (IMF) und der strukturellen Wechselwirkung der Emissionen. Bei einer für den Sturm günstigen Ausrichtung des IMF fallen die Auswirkungen stärker aus.
Auch ukrainische Beobachtungsportale berichten von einer hohen Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs des K-Index – einige Prognosen nennen einen Wert von etwa 7 (K≈7), was einer starken geomagnetischen Aktivität entspricht.
Mögliche Folgen
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Betriebsunterbrechungen von Umspannwerken und des Stromnetzes bei lokaler Last; Risiko von Spannungsschwankungen.
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Störungen in der Hochfrequenz-Funkkommunikation (HF), der Navigation (GPS) sowie im Betrieb einiger Satelliten (erhöhter Luftwiderstand, Positionsfehler).
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Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Fehlsignalen bei Röntgen- und Funkgeräten, Probleme mit der Flug- und Schifffahrtsnavigation in einigen Korridoren.
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Erhöhte Wahrscheinlichkeit für helle Polarlichter – manchmal werden sie bei starken Stürmen sogar sehr weit südlich der üblichen Breitengrade sichtbar.
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Erhöhte Empfindlichkeit bei wetterabhängigen Menschen: Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Schlafstörungen (individuelle Reaktionen).
Praktische Tipps – wie man sich vorbereitet und Risiken minimiert
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Verfolgen Sie Aktualisierungen von offiziellen Quellen (NOAA SWPC, lokale Wetter- und Energiedienste, Flugsicherungsdienste).
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Wenn Sie für kritische Infrastrukturen oder Kommunikationsgeräte verantwortlich sind, bereiten Sie Notstromversorgungen vor, überprüfen Sie die USV und den festen Sitz der Kabel.
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Für GPS-Nutzer: Beachten Sie, dass die Positionsgenauigkeit abnehmen kann; verwenden Sie für kritische Operationen zusätzliche/alternative Systeme.
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Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten ihre Medikamente griffbereit haben, ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls einen Arzt konsultieren. Vermeiden Sie übermäßigen Kaffee- und Alkoholkonsum.
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Mehr Ruhe, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung schaden natürlich auch nicht – das ist in jedem Zustand erhöhter Wetterempfindlichkeit hilfreich.
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Für Fotografen und Beobachter: An Tagen mit starken Stürmen besteht die Möglichkeit, die Nordlichter zu sehen; suchen Sie nach dunklen Orten mit minimaler künstlicher Beleuchtung und verfolgen Sie die Aktualisierungen zur Polaraktivität.
Weltraumwettervorhersagen sind mit zeitlichen Unsicherheiten behaftet: Der genaue Zeitpunkt und die Intensität des Einschlags hängen von den Geschwindigkeiten der koronalen Massenauswürfe (CME), ihren Wechselwirkungen im Raum und der Ausrichtung des Magnetfelds beim Eintreffen ab. Daher können Schätzungen im „Nowcast“-Modus mit einem kurzen Zeitintervall (Stunden) angepasst werden. Offizielle Aktualisierungen – von SWPC/NOAA und nationalen Weltraum- und Wetterdiensten – haben Vorrang.

