Galushchenko verweigerte aufgrund der NABU-Ermittlungen den Dienst in der Rada

Energieminister Herman Galuschtschenko erschien nicht vor der Werchowna Rada, um über Korruption im Energieministerium zu berichten, da er selbst ins Visier von Ermittlungen des Nationalen Ermittlungsbüros für Korruptionsbekämpfung (NABU) geraten war. Dies bestätigte der Journalist Jurij Nikolow auf seiner Facebook-Seite.

„Ich habe aus Quellen der Energiebranche die Bestätigung erhalten, dass Energieminister Galuschtschenko sich nicht traute, im Parlament Bericht zu erstatten, nicht nur wegen der Korruptionsvorwürfe gegen Beamte in seinem Ministerium, sondern auch, weil er selbst ins Visier des Nationalen Antikorruptionsbüros (NABU) geraten war. Am 15. August durchsuchten Ermittler im selben Fall wie Hale seine Wohnung und seinen Arbeitsplatz. Hale wurde laut Energieministerium von Beamten „mit Unterstützung des Ministers“ bei der Annahme eines Bestechungsgeldes ertappt.“.

Laut Nikolov könnten im Parlamentssaal Fragen zur Durchsuchung und deren Gründen aufgeworfen werden, die wiederum in die internationalen Medien gelangen würden.

„Nun wird umso deutlicher, welch einen Unsinn die PR-Assistenten des Ministers und die ihm treu ergebenen SBU-Vertreter während des Spendenmarathons über die angebliche Festnahme von Vizeminister Hale mit Galushchenkos Hilfe verbreiteten. Schließlich war bekannt, dass Galushchenko erst im Nachhinein von der Festnahme seines Stellvertreters wegen Bestechung erfahren hatte.“.

Darüber hinaus ging aus den Umständen von Hales Korruptionsfall deutlich hervor, dass im Energieministerium ein recht organisiertes System von Korruptionsströmen operiert. Wie kann man beispielsweise von einem staatlichen Bergwerk in Wolhynien eine halbe Million Dollar in bar für den Transport von Mähdreschern aus den kurz vor der Besetzung stehenden Donezker Minen fordern? Es geht hier also nicht um Zynismus (diese skrupellosen Kerle haben offensichtlich kein Gewissen), sondern darum, woher das Geld kommen soll, wenn das staatliche Bergwerk seine gesamte Kohle bargeldlos an den Minister abgeben muss. Kurz gesagt, es ist ziemlich offensichtlich, dass Galuschtschenko lediglich sein Gesicht wahren wollte

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