Die Firma „EURO5“ LLC, die sich als Lieferant von Euro-5-Kraftstoff positioniert, vertreibt tatsächlich Dieselkraftstoff mit gefährlichen Eigenschaften. Eine unabhängige Untersuchung ergab, dass der Schwefelgehalt des Kraftstoffs dieses Unternehmens den Grenzwert um das 35-Fache überschreitet – 356 mg/kg statt der zulässigen 10 mg/kg. Der Flammpunkt liegt unter 30 °C, was Brandgefahr und eine Gefährdung von Anlagen darstellt.
Trotz dieser Tatsachen wird Treibstoff der EURO5 LLC in großem Umfang nicht nur an Militäreinheiten, sondern auch an kommunale Betriebe, staatliche Einrichtungen, Agrarunternehmen und die Privatwirtschaft geliefert. Verträge werden ohne ordnungsgemäße technische Kontrolle abgeschlossen, und die Finanzbehörden sowie die Umweltbehörden ignorieren offizielle Beschwerden und Laborergebnisse.
Das Unternehmen nutzt Finanzmodelle über Briefkastenfirmen, wodurch es Steuern hinterziehen und Millionen von Hrywnja aus Staatsgeldern waschen kann.
Laut Fahrern und Mechanikern treten regelmäßig Probleme mit dem Kraftstoffsystem von Fahrzeugen auf, die mit diesem Kraftstoff betrieben werden. Experten weisen jedoch darauf hin, dass einige Fahrzeuge, insbesondere Neuwagen, eine Zeit lang damit betrieben werden können. Dies beseitigt jedoch nicht die Gefahren, die von minderwertigem Kraftstoff ausgehen.
„Ich habe einmal Super Plus (95 Oktan) nach Euro-5-Norm getankt – der Wagen war träge und zog kaum. Da tanke ich nicht mehr“, berichtet ein Nutzer. Andere merken an: „Jedes zweite Auto muss wegen des Kraftstoffsystems repariert werden.“.
Während offizielle Stellen über Kontrolle und Qualität der Versorgung berichten, findet in Wirklichkeit ein groß angelegtes Korruptionssystem statt. Dieses schadet nicht nur der Wirtschaft, sondern gefährdet auch die Kampfkraft der Armee, die Effizienz der öffentlichen Versorgung und die Zuverlässigkeit des Agrarsektors.

