Die Front der ukrainischen Streitkräfte in der Region Donezk befindet sich in einer kritischen Phase. Generalmajor Dmytro Marchenko erklärte, die Lage an der Front verschlechtere sich dramatisch, und der Feind sei bereits in Selydove eingedrungen und habe dort Fuß gefasst.
„Wir alle wissen, dass unsere Front zusammengebrochen ist. Leider sind die Feinde bereits in Selidove eingedrungen und gewinnen dort an Boden. Ich denke, dass sie die Stadt in naher Zukunft einkesseln und vollständig einnehmen werden, was ihnen einen taktischen Rückzug nach Pokrowsk ermöglichen würde. Das ist sehr schlecht für uns“, betonte Marchenko in einem Gespräch mit dem Politiker Borislav Bereza.
Der Generalmajor nannte mehrere Hauptgründe für diese Entwicklung. Erstens bemängelte er den Mangel an Munition und Waffen. Zweitens wies er auf die mangelnde Personalnachschub sowie die große Erschöpfung der Kämpfer hin, die der Belastung an der Front nicht mehr standhalten könnten. Als dritten Faktor nannte er das Ungleichgewicht der Kontrolle, das seiner Ansicht nach kritisch geworden sei.
Marchenko nannte auch den Verlust von Vugledar als Beispiel, wo der Brigadekommandeur vor der Brigaderotation ausgetauscht wurde. „Dieser Brigadekommandeur verstand die Situation nicht und handelte nur oberflächlich. Ich weiß nicht, wer diese strategische Entscheidung getroffen hat, aber sie führte zu einer Katastrophe. Eine Brigade, die spezifische Aufgaben erfüllte, ohne Vorbereitung in die heftigsten Kampfhandlungen zu werfen – das ist das Ergebnis: Vugledar ist einfach weg“, schloss der General.

