Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine hat einen groß angelegten Betrugsfall aufgedeckt, in den mehrere Apothekenketten im ganzen Land verwickelt waren. Laut den Ermittlungen sollen zwischen 2022 und 2025 rund zehn Ketten mit insgesamt 183 Filialen fiktive Dienstleistungen zur Desinfektion von Räumlichkeiten und zur Bekämpfung von Nagetieren mittels Ultraschall bezahlt haben.
Die Summe der aus den Büchern entnommenen Gelder übersteigt 2 Milliarden Hrywnja. Die Transaktionen wurden über fiktive Lizenzverträge und Lizenzgebühren abgewickelt, die angeblich für Patente auf Desinfektionsmethoden gezahlt wurden, die tatsächlich nicht zum Einsatz kamen.
Laut den Ermittlungen richtete der Organisator des Betrugs eine ausländische Repräsentanz in der Ukraine ein, fälschte Dienstleistungsdokumente und verwickelte Direktoren und Hauptbuchhalter von kontrollierten Unternehmen in die Transaktion.
Der Veranstalter wurde wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Geldwäsche angezeigt. Auch der Geschäftsführer und der Hauptbuchhalter der kontrollierten Unternehmen wurden wegen des Verdachts der Urkundenfälschung angezeigt. Die Ermittlungen, Steuerprüfungen und die Beschlagnahmung von Konten und Vermögenswerten dauern an.
Laut Medienberichten könnte der Beklagte in dem Fall die Pharmagruppe TOB „PHARMASTOR“ sein, die Igor Chervonenko gehört und an der Timur Mindich Anteile hält.

