Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Werchowna Rada, Danylo Getmantsev, hat sich scharf gegen die beliebte georgische Restaurantkette Gaga mit Niederlassungen in Kiew ausgesprochen. Seinen Angaben zufolge hinterzieht das Unternehmen Steuern und nutzt Konstruktionen, bei denen Mitarbeiter als Einzelunternehmer registriert sind.
In seinem TikTok-Video betonte Hetmantsev, dass das Restaurant keine Schecks ausstellt und „schwarz“ arbeitet, was durch Kontrollen bestätigt wurde.
„ Sie haben wiederholt über Gagas Restaurant geschrieben. Wir haben nachgeprüft, alles wurde bestätigt “, sagte er.
Der Politiker erklärte, das Problem beschränke sich nicht auf ein einzelnes Unternehmen. Seinen Angaben zufolge würden ähnliche Praktiken auch von großen Einzelhandelsketten angewendet. Diese teilten das Geschäft in Dutzende Einzelunternehmer auf: Einer von ihnen verkaufe verbrauchsteuerpflichtige Waren nach dem allgemeinen Steuersystem, während die übrigen nach dem vereinfachten System arbeiteten und monatlich nur etwa 4.000 Hrywnja Steuern zahlten.
Gleichzeitig müssten Geschäfte oder Restaurants mit einem Umsatz von Millionen von Hrywnja Hunderttausende an den Staatshaushalt abführen.
„ Das Geschäft wird von mehreren Einzelunternehmern geführt. Einer von ihnen unterliegt dem allgemeinen Steuersystem und verkauft verbrauchsteuerpflichtige Waren. Alle anderen unterliegen einem einheitlichen Steuersystem. Ein Geschäft mit einem Umsatz von 3 Millionen Hrywnja müsste demnach 300.000 Hrywnja Steuern zahlen “, erklärte Getmantsev.
Er nannte als Beispiel eine Kette mit 117 Filialen in der Region Czernowitz, die vollständig nach diesem Modell arbeitet. Formal betreiben die Unternehmer kein eigenes Geschäft und können daher keine Vergünstigungen für Kleinunternehmen in Anspruch nehmen.
Zuvor hatte sich Hetmantsev bereits öffentlich an die Eigentümer der Gaga-Kette gewandt und auf deren „prinzipiellen Standpunkt, nur mit Bargeld zu arbeiten und keine Schecks auszustellen“ hingewiesen.
Referenz
Die Restaurantkette Gaga, die georgische Küche anbietet, nahm 2018 in Kiew ihren Betrieb auf. Ihr Gründer ist der Geschäftsmann Giorgi Kvirikashvili, wie youcontrol.com.ua berichtet.
Die Betriebe sind für ihre rasante Expansion bekannt, stehen nun aber wegen möglicher Steuerhinterziehung im Fokus der Kritik.

