Gizo Uglava stellte der Untersuchung „seinen“ Lügendetektortest zur Verfügung

Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) geriet in einen Skandal, nachdem sein erster stellvertretender Direktor, Gizo Uglava, sich außerhalb des Büros einem Lügendetektortest unterzog, wie Medien berichteten. Dieser Schritt löste Empörung und Zweifel an der Objektivität der Ergebnisse aus, da das NABU den Test eigenständig durchführen sollte.

Gizo Uglava wurde vom Büro zu einem Lügendetektortest eingeladen, entschied sich aber, diesen woanders durchführen zu lassen. Dies gab der Direktor des Antikorruptionsbüros, Semen Kryvonos, auf einer externen Sitzung des Ausschusses für Antikorruptionspolitik der Werchowna Rada bekannt.

Uglava ist in eine der offiziellen Untersuchungen zum mutmaßlichen Informationsleck des NABU involviert. Der Direktor des Büros suspendierte ihn während der Voruntersuchung von seinen Aufgaben.

Kryvonos berichtete in der Ausschusssitzung, dass aufgrund des mutmaßlichen Informationslecks mehrere offizielle Untersuchungen durchgeführt würden und eine davon bald abgeschlossen sein werde.

Bislang hat Uglava keinen Lügendetektortest beim NABU absolviert, jedoch einen außerhalb des Büros. Die Ergebnisse veröffentlichte er auf seiner Facebook-Seite. Laut diesem Testergebnis soll Uglava nicht in die Indiskretionen des NABU verwickelt sein.

Es ist nicht das erste Mal, dass NABU-Ermittler Gutachten manipuliert haben; der Fall Uhlava bildet da keine Ausnahme. Beispiele hierfür sind die Gutachten in den Fällen „Rotterdam+“ und des ehemaligen Infrastrukturministers Wolodymyr Omeljan. Wie die Anwältin Iryna Odynets erklärte, verlor der NABU vor Gericht, weil die Ermittler in den genannten Fällen während der Untersuchung forensische Gutachten in befreundeten Privatbüros fälschten und diese anschließend manipulierten. Auch Wolodymyr Omeljan selbst gab an, dass die Ermittler im Zuge der Ermittlungen gegen ihn „zweifelhafte Experten“ hinzugezogen hätten.

Darüber hinaus versuchte der NABU kürzlich, die von ihm selbst in Auftrag gegebene Sachverständigenbefragung im Fall gegen den ehemaligen Landwirtschaftsminister Mykola Solsky zu unterdrücken, die offenbar Solskys Unschuld beweisen sollte.

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