Zuschüsse oder staatliche Verträge: Welche Veränderungen erwarten die Hochschulbildung in der Ukraine?

In der Ukraine gibt es trotz der Einführung eines Pilotprojekts des Stipendiensystems, das die Kosten der Studenten für die Vertragsausbildung teilweise decken soll, keine Pläne, das staatliche Ordnungssystem für den Erwerb einer Hochschulbildung abzuschaffen. Laut Serhiy Babak, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Innovation der Werchowna Rada, werden beide Systeme – Zuschüsse und staatliche Anordnungen – parallel existieren.

Laut Babak bleibt die staatliche Ordnung erhalten, weil es bestimmte Fachgebiete gibt, in denen der Staat als Arbeitgeber als Monopolist auftritt. Dies betrifft insbesondere Lehrer, einen Teil der Ärzte und Mitarbeiter der Kernenergie, die für den Staat arbeiten. Sie sollten mit Haushaltsmitteln vorbereitet werden, denn der Staat braucht genau solche Fachkräfte.

Parallel zur staatlichen Anordnung wurde ein Pilotprojekt mit Zuschüssen in Betrieb genommen, die einen Teil der Ausbildungskosten im Rahmen des Vertrags decken. Je nach Fachrichtung können Bewerber Zuschüsse in Höhe von 15.000 bis 25.000 Griwna erhalten. Dies soll Bewerber dazu motivieren, sich für die für die Wirtschaft des Landes wichtigeren Bereiche zu entscheiden, insbesondere für naturwissenschaftliche und technische Fachgebiete.

Babak weist darauf hin, dass ein vollständiger Ersatz des staatlichen Beschaffungssystems durch Zuschüsse aufgrund der Gefahr des Verlusts wichtiger Fachkräfte für den Staat, insbesondere in Bereichen wie Kernenergie und Hochpräzisionstechnologien, derzeit nicht zielführend sei. Gleichzeitig können Stipendien ein Anreiz für zukünftige Fachkräfte sein, sich für Fachgebiete zu entscheiden, die auf dem Arbeitsmarkt fehlen.

Der Gesetzentwurf Nr. 10399, der eine Übergangsfrist einführt, wurde in erster Lesung angenommen. Während dieser Übergangsphase bleibt das staatliche Beschaffungssystem bestehen, während gleichzeitig Zuschüsse eingeführt werden. Ein wichtiger Teil des Experiments ist die Analyse, wie sich Veränderungen auf die Wahl der Fachrichtungen bei Bewerbern auswirken. Wenn die Zuschüsse wirksam sind, wird die Regierung die Möglichkeit einer Weiterentwicklung dieses Systems in der Zukunft in Betracht ziehen.

Was kommt als nächstes?

Derzeit läuft die Datenverarbeitung zu den Ergebnissen des Pilotprojekts. Ein wichtiger Aspekt ist die Motivation der Studierenden, Fachrichtungen zu wählen, die in der Wirtschaft stark nachgefragt werden und eine stabile Karriere ermöglichen. Die vollständige Verabschiedung der Gesetzesänderungen, die die Umsetzung des Stipendiensystems vorsehen, kann jedoch bis zum Beginn der Zulassungskampagne 2025 dauern.

Obwohl das staatliche Ordnungssystem im Bildungswesen bestehen bleibt, können Ausbildungsstipendien ein wichtiges Instrument zur Reform des Bildungsprozesses in der Ukraine werden und die richtige Auswahl zukünftiger Fachkräfte fördern.

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