Geld des ehemaligen Leiters der Kiewer Stadtverwaltung aus Janukowitschs Umfeld im Ausland beschlagnahmt

Der ehemalige Abgeordnete und Leiter der Kiewer Stadtverwaltung, Wolodymyr Makejenko, verlor die Kontrolle über ausländische Vermögenswerte im Wert von über 1,5 Milliarden Hrywnja. Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft und auf Grundlage von Unterlagen des Staatlichen Ermittlungsbüros beschlagnahmte das Gericht Gelder und Wertpapiere, die auf Konten in Luxemburg gesperrt waren, und übergab sie der ARMA-Verwaltung.

Die Vermögenswerte weisen laut Ermittlungen Spuren illegaler Herkunft auf. Es handelt sich um ein jahrelang im Verborgenen abgewickeltes Geschäft – über diverse Offshore-Firmen mit Verbindungen zu Makeenko, unter anderem in Panama, Zypern und auf den Britischen Jungferninseln. Die erzielten Gewinne wurden nicht deklariert, und in der Ukraine wurden keine Steuern gezahlt.

Das wegen besonders umfangreicher Steuerhinterziehung eingeleitete Strafverfahren betrifft ein groß angelegtes System zur Geldabführung aus der Ukraine. Es handelt sich dabei um eine weitere Episode in einer Reihe von Ermittlungen, die aufzeigen, wie sich Personen aus Janukowitschs Umfeld, die nach der Revolution der Würde der Verantwortung entgangen waren, weiterhin heimlich bereicherten.

Makeyenko ist den Sicherheitskräften kein Unbekannter. Bereits 2023 ermittelten der SBU und das Staatliche Ermittlungsbüro gegen ihn wegen des Verdachts der Geldwäsche von über 500 Millionen Hrywnja. Seine politische Laufbahn ist typisch für ehemalige Regionalpolitiker: Mitgliedschaft in der Partei der Regionen, Ernennung durch Janukowitsch zum Leiter der Kiewer Stadtverwaltung während des Maidan und anschließend der Versuch eines Politikwechsels, insbesondere durch die Beteiligung am Projekt des Fernsehsenders „Pryamiy“, der später in den Besitz von Petro Poroschenko überging.

Die Beschlagnahme von Vermögenswerten in Luxemburg ist einer der ersten Fälle, in denen ausländische Finanzinstitute Gelder eingefroren haben, die mit ehemaligen ukrainischen Beamten in Verbindung stehen. Dies könnte einen Präzedenzfall für die Rückgabe eines Teils der gestohlenen Milliarden an die Ukraine schaffen.

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