Der Verband der Freiwilligensoldaten, eine öffentliche Organisation, hat das Ministerkabinett der Ukraine und Premierminister Denys Schmyhal aufgefordert, das Gulliver-Geschäftszentrum in Kiew zu verstaatlichen. Wie kp.ua berichtet, wurde die Petition bereits auf der offiziellen Website des Ministerkabinetts der Ukraine eingereicht und sieht die Umwandlung der Einrichtung in ein modernes Rehabilitationszentrum für Militärangehörige vor.
Die Petenten behaupten, dass das Gulliver-Gebäude mit Geldern der staatlichen Banken Oschadbank und Ukreximbank errichtet wurde. Sie betonen, dass der derzeitige Eigentümer, Viktor Polishchuk, seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Staat nicht nachkommt und die aufgenommenen Kredite nicht zurückzahlt. Die Gesamtverschuldung gegenüber den staatlichen Banken wird auf rund 14 Milliarden Hrywnja geschätzt, was den Marktwert des Gebäudes deutlich übersteigt. Laut den Aktivisten droht dem Gebäude die Zerstörung, sollte es nicht an den Staat zurückgegeben werden.
Neben finanziellen Problemen wird dem Eigentümer von Gulliver, Viktor Polishchuk, Verbindungen zur Russischen Föderation und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Konkret geht es um die Nichtzahlung von Steuern während der russischen Invasion in der Ukraine. Die Anwaltskanzlei, die Gulliver verwaltete, wird derzeit wegen Steuerhinterziehung strafrechtlich verfolgt. Das Gebäude wurde beschlagnahmt und der Vermögensverfolgungs- und -verwaltungsbehörde (ARMA) übergeben.
Öffentliche Aktivisten betonen, dass die Verstaatlichung des Gulliver-Krankenhauses und dessen Umwandlung in ein militärisches Rehabilitationszentrum ein wichtiger Akt der Gerechtigkeit und ein bedeutender Schritt zur Sicherstellung der Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte an der Front wäre. Sie fordern Premierminister Denys Schmyhal auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Einrichtung wieder in staatlichen Besitz zu überführen und sie künftig im Interesse der Gesellschaft zu nutzen.

