Hautkrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen. Gleichzeitig ist er aber auch die am besten vermeidbare. Laut WHO werden jährlich über 3 Millionen neue Fälle registriert. Wird die Krankheit jedoch frühzeitig erkannt, liegt die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Heilung bei über 95 %.
Die aggressivste Form ist das Melanom. Es entsteht aus den Melanozyten, den Zellen, die für die Hautpigmentierung verantwortlich sind. Melanome wachsen schnell und metastasieren rasch, daher kann ein verzögerter Arztbesuch lebensbedrohlich sein.
Wer ist gefährdet?
Ärzte identifizieren mehrere Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko haben, an einem Melanom zu erkranken:
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Menschen mit heller Haut, roten oder blonden Haaren;
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Personen mit einer großen Anzahl von Muttermalen oder atypischen Nävi;
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Sonnenbankliebhaber oder solche, die sich häufig in der direkten Sonne aufhalten;
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Personen, in deren Familie Fälle von Melanomen oder anderen Krebsarten aufgetreten sind.
ABCDE: Fünf Anzeichen, die Sie nicht ignorieren dürfen
Onkodermatologen raten dazu, sich auf die ABCDE-Regel zu konzentrieren, die es ermöglicht, selbstständig einen gefährlichen Leberfleck zu vermuten:
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A (Asymmetrie) — Asymmetrie: Die eine Hälfte des Mols ist nicht wie die andere;
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B (Rand) — unscharfe, verschwommene oder eingerissene Ränder;
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C (Farbe) — ungleichmäßige Farbe (eine Kombination aus Schwarz-, Braun- und Rottönen);
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D (Durchmesser) — Größe größer als 6 mm;
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E (Entwicklung) — Veränderungen in Form von Wachstum, Dunkelfärbung, Juckreiz oder Blutungen.
Wie man das Risiko reduziert
Schon einfachste Maßnahmen können das Risiko, an einem Melanom zu erkranken, deutlich verringern:
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Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung zwischen 10:00 und 16:00 Uhr;
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Verwenden Sie auch an bewölkten Tagen Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30;
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Tragen Sie langärmelige Kleidung, Hüte und Sonnenbrillen;
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Lassen Sie sich mindestens einmal im Jahr von einem Dermatologen untersuchen, insbesondere wenn Sie viele Muttermale haben.
Denken Sie daran: Hautkrebs ist kein Todesurteil. Doch nur eine rechtzeitige Diagnose und regelmäßige Selbstuntersuchung können das Leben retten. Verschieben Sie die Untersuchung nicht – insbesondere im Sommer, wenn die Haut der UV-Strahlung am stärksten ausgesetzt ist.

