Der 23. April ist laut neuem Kalender der Gedenktag des großen Märtyrers Georg des Siegreichen, der im Volksmund Juri der Siegreiche genannt wird. Am selben Tag feiern orthodoxe Christen den Karfreitag, den dritten Tag nach Ostern. Im Volkskalender ist es der Juri-Tag, reich an Bräuchen, Traditionen und Verboten.
Wer ist Yuri Peremozhets?
Georg von Kappadokien lebte im 3. und 4. Jahrhundert. Er war Soldat am Hofe Kaiser Diokletians und prangerte die Christenverfolgung öffentlich an. Er wurde gefoltert, aber auf wundersame Weise geheilt, was viele, darunter auch Zarin Alexandra, zum Glauben anregte. Schließlich wurden beide hingerichtet.
Heute wird Yuri als Schutzpatron der Krieger, des Mutes und als Beschützer vor dem Bösen und vor Krankheiten verehrt.
Was wird nach altem Brauch gefeiert?
Nach dem julianischen Kalender ist der 23. April der Gedenktag für den Märtyrer Terenty und seine 40 Soldaten sowie für den heiligen Hetman Petro Sahaidachny.
Außerdem geht die Karwoche weiter – am Mittwoch vor Ostern finden besondere Gottesdienste in den Kirchen statt, die königlichen Tore sind geöffnet.
Volksglaube für den 23. April – St. Georgstag
Regen – es wird viel Gras und gutes Heu geben.
Warme Nacht – für eine gute Broternte.
Kaltes Wetter – es wird viel Hirse und Hafer geben.
Warmer Tag – der Sommer naht.
An diesem Tag begannen die Menschen, im Kreis zu tanzen – daher auch der Name Khorovodnitsa.
Was man heute nicht tun sollte
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Streiten, fluchen, eifersüchtig sein.
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Bei der Arbeit im Garten oder Obstgarten gilt: „Hagel zerstört alles Gepflanzte.“.
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Über andere zu tratschen oder ihnen Schaden zu wünschen.
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Faul sein und Hilfe ablehnen.
Was kann und sollte am 23. April getan werden?
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Bete zu Yuri dem Siegreichen um Gesundheit, Schutz und eine glückliche Ehe.
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Krieger und ihre Angehörigen bitten um Hilfe und Fürsprache.
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Mädchen können für einen guten Bräutigam beten.
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Sich mit Morgentau zu waschen, bringt „Jugend und Kraft“.
Namenstag, 23. April
Nach der neuen Schreibweise: Juri, Georgi, Jegor, Alexandra, Waleria, Afanasy, Iwan, Anatoli, Waleri.
Nach der alten Schreibweise: Alexander, Terenti, Fjodor, Maxim, Grigori, Jakob.

