Es gibt Anzeichen dafür, dass Russland einen massiven Angriff auf die Ukraine am Unabhängigkeitstag vorbereitet – Experte

Die Russische Föderation bereitet vermutlich einen Großangriff auf die Ukraine am Unabhängigkeitstag, dem 24. August, vor. Dies berichtete Oleksandr Musienko, Leiter des Zentrums für militärrechtliche Studien, in einem Interview mit RBC-Ukraine. Der Experte wies auf mehrere Anzeichen hin, die auf eine mögliche Aggression des Kremls hindeuten.

Musienko merkte an, dass Russland aktiv strategische Flugtrainingsflüge durchführt, was Anlass zur Sorge gebe. „Es bestehen Risiken. Diese dürfen nicht ignoriert werden. Es gibt Anzeichen dafür, dass Russland einen Angriff vorbereitet“, bemerkte er.

Laut Musienko stockt Russland insbesondere weiterhin Raketenbestände auf und führt Flugübungen durch, was wahrscheinlich auf die Notwendigkeit zurückzuführen ist, Flugzeuge aufgrund von Angriffen ukrainischer Drohnen auf russische Militärflugplätze zu verlegen. Einer dieser Flugplätze, Olenja in Nordrussland, wurde bereits von ukrainischen Angriffen getroffen.

Musienko betonte zudem, dass Russland angesichts der Raketenaufstockung möglicherweise zu einem Großangriff bereit sei. „Es werden Vorräte angelegt. Das heißt, der Feind hat in der Regel die Möglichkeit, einen solchen Angriff durchzuführen“, fügte er hinzu. Laut dem Experten verfügt Russland möglicherweise über rund 100 einsatzbereite Raketen.

Der Experte hob insbesondere hervor, dass der indische Premierminister Narendra Modi am 23. August, dem Vorabend des ukrainischen Unabhängigkeitstages, einen Besuch in Kiew plant. Musienko glaubt, dass die aktiven diplomatischen Aktivitäten der Ukraine, insbesondere die Kontaktaufnahme mit dem Globalen Süden, ein zusätzliches Motiv für den Kreml darstellen könnten.

Der Experte merkte an, dass Russland traditionell am Vorabend oder nach wichtigen ukrainischen Feiertagen zu Artillerieangriffen greift. Daher sei die Zeit um den Unabhängigkeitstag besonders riskant. Musienko fügte hinzu, dass Warnungen der USA vor möglichen Angriffen nicht nur eine Formalität, sondern ein ernstzunehmendes Bedrohungssignal sein könnten.

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