Eine neue Studie der Universität von Kalifornien hat gezeigt, dass der regelmäßige Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln das Risiko für Prädiabetes, Hyperglykämie und Insulinresistenz bei jungen Menschen deutlich erhöht. Dies berichtet The Independent.
Vier Jahre lang beobachteten Wissenschaftler 80 Teilnehmer im Alter von 17 bis 22 Jahren. Die Ergebnisse der Studie überraschten selbst Experten: Eine Erhöhung des Anteils hochverarbeiteter Lebensmittel in der täglichen Ernährung um nur 10 % steigert das Risiko für Prädiabetes um 64 % und die Wahrscheinlichkeit für eine beginnende Hyperglykämie um 56 %. Auch das Risiko, eine Insulinresistenz zu entwickeln – eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes –, steigt.
Zu den hochverarbeiteten Lebensmitteln zählen Fast Food, zuckerhaltige Limonaden, Chips, Kekse, Würstchen, Instantnudeln, Pizza und Tiefkühlgerichte. Sie enthalten viel Zucker, Salz, Transfette und Geschmacksverstärker und haben nahezu keinen Nährwert.
Die Situation in Großbritannien ist besonders besorgniserregend: Die Ernährung der Hälfte der Erwachsenen und zwei Drittel der Teenager besteht aus hochverarbeiteten Lebensmitteln. Mehr als 20 % der Briten leiden bereits an Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes.
Wissenschaftler betonen, dass Prädiabetes ein Zustand ist, der gestoppt und rückgängig gemacht werden kann. Am effektivsten ist es, die Ernährungsgewohnheiten zu ändern: Reduzieren Sie den Anteil an verarbeiteten Lebensmitteln und erhöhen Sie den Anteil an natürlichen, minimal verarbeiteten Lebensmitteln – Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Fisch und Hülsenfrüchte.

