In der Ukraine laufen derzeit die Überprüfungen von Bewerbern für Postgraduiertenprogramme. Rund 3.000 Personen, die sich für 2023 beworben hatten, wurden bereits abgelehnt. Dies teilte der stellvertretende Minister für Bildung und Wissenschaft der Ukraine, Mychajlo Winnyzkyj, gegenüber News.LIVE mit.
Laut offiziellen Angaben schrieben sich im Studienjahr 2022/23 zahlreiche junge Menschen nicht aus wissenschaftlichem Interesse, sondern um vom Wehrdienst befreit zu werden, für ein Masterstudium ein. Viele von ihnen schließen ihr Studium jedoch nicht ab und wurden deshalb exmatrikuliert.
„Heute werden diese Kontrollen fortgesetzt. Wir werden sehen, dass eine recht große Anzahl von Schülern, die ihre Bildungs- oder individuellen Pläne nicht erfüllen, aufgrund der Ergebnisse der im Juni stattfindenden Sitzungen von der Schule verwiesen wird“, erklärte Winnyzkyj.
Er betonte, dass es sich hierbei nicht um eine Massen-„Hexenjagd“ handle, sondern vielmehr um eine Säuberung der Graduiertenschulen von jenen, die ihren Status als Hochschulabsolventen missbrauchen. Wenn ein Doktorand aktiv forscht, Prüfungen besteht und Lehrveranstaltungen besucht, wird es keine Beschwerden gegen ihn geben.
Laut Aussage des stellvertretenden Ministers wird ein großer Teil der Doktoranden, die sich während des Krieges eingeschrieben haben, es wahrscheinlich nicht bis zur Verteidigung ihrer Dissertation schaffen.
Zuvor hatte Bildungs- und Wissenschaftsminister Oksen Lisovyi versichert, dass die Mobilisierung von Studenten, Doktoranden und Wissenschaftlern, die Anspruch auf eine Studienplatzverschiebung hätten, nicht geplant sei und solche Angelegenheiten auch nicht auf Regierungsebene diskutiert würden.

