Trotz des großen Hypes um die Öffnung des ukrainischen Agrarlandmarktes bestätigen die Daten der ersten dreieinhalb Jahre nach Aufhebung des Moratoriums den erwarteten Verkaufsboom nicht. Vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2024 wurden lediglich 604.000 Hektar auf 198.337 Parzellen verkauft, was nur 3,4 % der gesamten Fläche entspricht, die unter das Moratorium fiel.
Das Ministerium für Agrarpolitik berichtete, dass im Jahr 2024 106.669 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 320.660 Hektar verkauft wurden, wobei der durchschnittliche Preis pro Hektar 46.678 UAH betrug. Trotz des deutlichen Anstiegs des Verkaufsvolumens im Jahr 2024 liegen die Verkaufszahlen jedoch weiterhin relativ niedrig im Vergleich zu den Erwartungen.
Analysten zufolge schwankte der durchschnittliche Grundstückspreis im Jahr 2024. So lag er beispielsweise im Dezember bei durchschnittlich 48.622 UAH pro Hektar, was 1.300 UAH weniger als im November, aber gleichzeitig fast 3.400 UAH mehr als zu Jahresbeginn war, als der Preis bei 45.229 UAH lag. Der höchste Hektarpreis wurde im Oktober mit 52.418 UAH verzeichnet.
Die Grundstückspreise variieren je nach Region. Die günstigsten Grundstücke findet man in der Oblast Mykolajiw (31.698 UAH/ha), die teuersten in der Oblast Iwano-Frankiwsk (93.141 UAH/ha).
Generell ist der Grundstücksmarkt zwar offen, seine Entwicklung verläuft jedoch langsam. Die Hauptgründe hierfür sind verschiedene wirtschaftliche Faktoren, darunter Preisschwankungen sowie das geringe Interesse der Bürger am Verkauf ihrer Grundstücke.

