Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft prognostiziert einen Massenausschluss männlicher Schüler

In der Ukraine wird eine Welle von Massenexmatrikulationen an Hochschulen erwartet. Dies betrifft insbesondere männliche Studenten im Wehrpflichtalter, die sich mit der unredlichen Absicht, dem Wehrdienst zu entgehen, an Universitäten eingeschrieben haben. Dies erklärte der stellvertretende Minister für Bildung und Wissenschaft, Mychajlo Wynnyzkyj, in einem Interview mit ZN.UA.

Seinen Angaben zufolge wird es nach dem Frühjahrssemester, das im Mai/Juni endet, zu „ziemlich massiven Exmatrikulationen“ von den Universitäten kommen, vor allem von solchen, die zwar formell an Universitäten eingeschrieben sind, aber tatsächlich nicht studieren.

„Derzeit werden über hundert Bildungseinrichtungen auf die Aufnahme von Männern ab 25 Jahren überprüft. Es handelt sich dabei um ein Vollzeitstudium, das durch die persönliche Anwesenheit von zwei Personen bestätigt werden muss“, sagte Vynnytskyi.

Er betonte, Bildung solle eine bewusste Entscheidung sein und nicht als Mittel zum Zweck der Studienzeitverlängerung missbraucht werden. Gleichzeitig räumte der stellvertretende Minister ein, dass sich unter den Studierenden auch Männer über 25 befänden, die bewusst ihr Studium wieder aufgenommen hätten und gute Ergebnisse erzielten.

Parallel dazu läuft eine groß angelegte Überprüfung von über 100 Universitäten und Hochschulen – der staatliche Bildungsqualitätsdienst prüft gemeinsam mit den Wehrdienststellen und den Strafverfolgungsbehörden die Einhaltung der Gesetze hinsichtlich der Zulassung und Ausbildung männlicher Studenten.

Überprüfung:

  • Zuverlässigkeit der Daten in EDEBO;

  • die Anwesenheit von Schülern im Unterricht;

  • ob die zulässigen Empfangsmengen überschritten wurden.

Laut Vynnytskyi wurden allein im Zeitraum von April bis August 2024 23.448 Männer über 30 Jahre exmatrikuliert, davon 5.805 aufgrund von Inspektionsergebnissen, der Rest aufgrund von Entscheidungen der Universitäten selbst.

Ein regelrechter Rekord wurde im Bereich der Postgraduiertenstudien aufgestellt: Während bis 2022 jährlich 3.000 bis 4.000 Menschen ein Postgraduiertenstudium begannen, waren es 2023 bereits 18.000 auf einmal, von denen über 90 % Männer im Wehrpflichtalter waren. Nach Überprüfungen wurden etwa 3.000 Postgraduiertenstudenten exmatrikuliert.

Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft versichert, dass der Kampf gegen Scheinbildung auch in diesem Jahr fortgesetzt wird. Die Zulassungskampagne 2025 wird unter besonderer Berücksichtigung der Motivation der Bewerber und erhöhter Zulassungsvoraussetzungen durchgeführt.

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