Der Oberste Antikorruptionsgerichtshof ordnete an, dass das NABU ein Strafverfahren wegen möglicher Missbräuche durch Beamte der Agentur für Vermögensverfolgung und -verwaltung (ARMA) im Zusammenhang mit dem angekündigten Wettbewerb um die Verwaltung der Vermögenswerte von IDS Ukraine einleiten soll, zu denen die bekannten ukrainischen Marken „Morshynska“ und „Mirhorodska“ gehören.
Der Anwalt des Unternehmens New World Value Fund Limited erstattete bei der Nationalen Antikorruptionsbehörde (NABU) Anzeige wegen des Verdachts einer Straftat durch ARMA-Beamte gemäß Artikel 14 Absatz 1 und Artikel 364 Absatz 2 des Strafgesetzbuches. In der Anzeige betonte der Anwalt, dass das Vorgehen der ARMA bei der Bekanntgabe der öffentlichen Ausschreibungen Anzeichen einer Straftat aufweisen könnte. Zum Zeitpunkt der Prüfung hatte die NABU jedoch noch keine Informationen über die Straftat in das Einheitliche Register für Vorverfahrensermittlungen (URDR) eingetragen, da es an Beweisen mangelte.
Der Richter des Obersten Gerichtshofs stellte bei der Prüfung der Beschwerde fest, dass der eingereichte Antrag ausreichende Daten für eine Überprüfung durch die Voruntersuchungsbehörde enthielt. Daher war das NABU verpflichtet, Ermittlungen wegen möglicher Missbräuche durch ARMA-Beamte einzuleiten.
Laut der Mitteilung vom 28. November 2025 schrieb ARMA die Verwaltung der Unternehmensrechte von IDS Ukraine-Unternehmen im Prozorro-System aus. Zu den Vermögenswerten gehören:
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100 % des genehmigten Kapitals der PrJSC „Morshyn Mineral Water Plant „Oscar““;
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Anteile der PrJSC „Industrial and Distribution Systems“ und der PrJSC „Mirgorod Mineral Water Plant“;
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Anteile an anderen Konzerngesellschaften, wie z. B. IDS Aqua Service LLC, IVA Private Limited Company, Nova.com State Enterprise und Potuzhnist LLC.
Der Gesamtwert der Vermögenswerte beläuft sich auf mehrere zehn Millionen Hrywnja. Der Antragsteller betont, dass die Beschaffung Anzeichen einer Straftat enthalten und die Rechtmäßigkeit des Wettbewerbs beeinträchtigen könnte.
Darüber hinaus nahm das Antimonopolkomitee der Ukraine drei Beschwerden bezüglich des ARMA-Wettbewerbs um die Verwaltung der Vermögenswerte von IDS Ukraine zur Prüfung entgegen. Die Regierung hatte die Vermögenswerte des Herstellers beliebter Mineralwassermarken öffentlich versteigert.
Der Fall steht somit unter der Kontrolle der Obersten Antikorruptionskommission und des NABU. Die Untersuchung soll die Rechtmäßigkeit des Handelns der ARMA-Beamten sowie mögliche Verstöße gegen das Strafrecht klären.

