Nach dem Absturz einer russischen Il-76 in der Region Belgorod ist der Verbleib der mutmaßlich an Bord befindlichen ukrainischen Kriegsgefangenen weiterhin ungeklärt. Kyrylo Budanow, Leiter des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums, wies während eines landesweiten Spendenmarathons auf den Mangel an neuen Erkenntnissen hin.
„Wir wissen immer noch nichts Neues über diesen Vorfall. Es ist nicht bekannt, ob sich ukrainische Kriegsgefangene an Bord befanden oder ob es, wie russische Medien behaupteten, einen Gefangenenaustausch gab“, betonte er.
Budanov betonte, dass es nicht genügend Beweise für Russlands Behauptung gebe, die Ukraine sei in den Vorfall verwickelt. Er merkte an, dass das Fehlen von Leichen und Russlands Weigerung, internationale Experten zuzulassen, auf eine Vertuschung hindeuteten.
Bezüglich der internationalen Untersuchung des Flugzeugabsturzes und des Gefangenenaustauschs beharrt die Ukraine weiterhin auf deren Umsetzung. Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat eine Untersuchung des Absturzes eingeleitet, Russland hat jedoch auf Anfragen zur Rückführung der Leichen der Opfer nicht reagiert. Der ehemalige Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Oleksiy Danilov, erklärte zudem, dass sich keine ukrainischen Kriegsgefangenen an Bord der in Russland abgestürzten Maschine befanden.

