Im Oktober und November müssen die Ukrainer mit einem weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise rechnen. Brot wird sich am stärksten verteuern – um 20 bis 25 Prozent, so Denys Marchuk, stellvertretender Vorsitzender des Allukrainischen Agrarrats.
Brot
Die Ukraine hat dieses Jahr rund 22 Millionen Tonnen Weizen geerntet, sodass kein Getreidemangel herrscht. Der Brotpreis hängt jedoch nicht nur von der Ernte ab:
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Die Energiepreise sind seit August gestiegen;
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Die Treibstoff- und Logistikkosten sind gestiegen;
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Brotfabriken kaufen einige Komponenten gegen Devisen ein;
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Die Gehälter in der Branche wurden auf mindestens 20.000 UAH angehoben.
Seit neun Monaten in Folge steigen die Brotpreise monatlich um 1,5 bis 2 Prozent, und bis zum Jahresende wird der Gesamtpreisanstieg bis zu einem Viertel des Preises betragen.
Milchprodukte
Die Hauptsaison für Milchprodukte neigt sich dem Ende zu. Die Produktion sinkt, die Nachfrage bleibt jedoch bestehen. Zudem werden erhebliche Mengen in die EU exportiert. Im Herbst werden die Preise für Milchprodukte um 7–8 % steigen.
Eier
Die Eierproduktion ist gestiegen, doch die Branche ist von den Stromkosten abhängig. Bleiben die Tarife stabil, wird der Markt überleben. Die prognostizierte Preissteigerung liegt bei 5–10 %.
Fleisch
Die Preise bleiben hoch, weitere Preisanstiege werden aber vorerst nicht erwartet. Hühner- und Schweinefleischpreise bleiben stabil. Gleichzeitig sind bei Stromausfällen Probleme möglich, da die Kosten für Notstromaggregate dann steigen.
Gemüse
Auf dem Markt für Borschtsch-Sets liegen die Preise dank einer guten Ernte derzeit 30–40 % niedriger als im Vorjahr. Diese Situation ist jedoch nur vorübergehend – im Winter werden die Gemüsepreise aufgrund der Lagerkosten wieder steigen.

