In der Region Tscherniwzi hat sich ein Erdbeben ereignet, wie das Hauptzentrum für Sonderkontrolle mitteilt.
Im Dnjestr-Distrikt der Bukowina wurden Erdbebenerschütterungen registriert. Laut Experten hatte das Beben eine Stärke von 1,4 auf der Richterskala und ereignete sich in einer Tiefe von etwa 3 Kilometern.
„Gemäß der Klassifizierung von Erdbeben ist dieses als nicht wahrnehmbar einzustufen“, stellte das Zentrum fest und betonte, dass die Erschütterungen keine Gefahr für die Bevölkerung darstellen.
Dies ist das zweite Erdbeben in der Region Tscherniwzi innerhalb weniger Wochen. Das vorherige ereignete sich am 16. Oktober in der Nähe von Nowodniestrowsk und hatte eine Magnitude von 2,1.
Seismische Aktivität in der Ukraine
Laut Dmytro Hryn, einem führenden Forscher am S. I. Subbotin Institut für Geophysik der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine und Doktor der physikalischen und mathematischen Wissenschaften, ist seismische Aktivität in der Ukraine kein außergewöhnliches Phänomen.
Die Vrancea-Zone in Rumänien hat die größten Auswirkungen auf das Land, doch Erdbeben werden auch in anderen Regionen registriert. Insbesondere im Schwarzen Meer treten immer wieder Erdbeben der Stärke 3–4 auf, und auch die Karpaten zählen zu den seismisch gefährdeten Gebieten.
Moderne Instrumente erfassen zudem seismische Aktivitäten im ukrainischen Kristallinen Schild – in der Region Poltawa und im Gebiet Krywyj Rih. Bisher galten diese Zonen als relativ ruhig, doch nun wurden unterirdische Erschütterungen mit einer Magnitude von bis zu 4–4,5 registriert.
Experten betonen, dass selbst kleinere Erschütterungen uns daran erinnern, wie wichtig es ist, die Überwachungssysteme und die Vorbereitung auf mögliche Naturkatastrophen zu verbessern.

