Im Zentrum der Hauptstadt wurde erneut illegales Roden von Grünflächen festgestellt. Diesmal zerstörten Arbeiter von Kyivzelenbud gesunde Bäume im Wolodymyrska-Gorka-Park, einem Denkmal der Landschaftsarchitektur.
Dies berichtete der Denkmalpfleger Dmytro Perov, der ein Foto vom Ort des Geschehens veröffentlichte. Laut Perov zeigt die Situation, dass trotz öffentlicher Erklärungen der Stadtverwaltung und der Unterstützung des Antrags auf Auflösung des Kyivzelenbud-Geländes durch Bürgermeister Vitali Klitschko die Praxis der grundlosen Abholzung weitergeht.
„Die Aktiengesellschaft Kyivzelenbud hat einen weiteren gesunden Baum auf dem Wolodymyrska-Hügel gefällt. Trotz Klitschkos angeblicher Unterstützung für den Antrag auf Liquidierung von Kyivzelenbud hat sich faktisch nichts geändert – die Arbeiter des Versorgungsunternehmens fällen weiterhin Bäume in den Grünanlagen von Kiew“, betonte Perow.
Der Aktivist erinnerte daran, dass der Wolodymyrska-Gorka-Park in den 1830er Jahren gegründet wurde und zu den ältesten Parks in Kiew zählt. Er steht unter Denkmalschutz und gehört zu den besonders wertvollen Flächen. Das Fällen von Bäumen in solchen Gebieten ist ausdrücklich gesetzlich verboten, und jeder Eingriff unterliegt strengen Auflagen.
Trotzdem haben Kiewer Einwohner wiederholt Fälle dokumentiert, in denen gesunde Bäume unter dem Vorwand von „Sanitärarbeiten“ zerstört wurden. Aktivisten fordern, dass die Behörden die Aktivitäten von Kyivzelenbud transparent überwachen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

