Die Psychologin Kateryna Holtsberg betonte die Bedeutung des psychischen Zustands der Eltern für die Integration von Migrantenkindern in neue Gemeinschaften. Sie merkte an, dass die Integration der Kinder untrennbar mit der Integration ihrer Eltern verbunden sei, und hob die Notwendigkeit hervor, für alle neuen Schülerinnen und Schüler förderliche Bedingungen zu schaffen.
Der Anpassungsprozess von Kindern, die kriegsbedingt ihren Wohnort wechseln mussten, hängt maßgeblich vom Zustand ihrer engsten Bezugspersonen ab und davon, wie schnell sie sich an die neuen Lebensumstände gewöhnen können. Diese Ansicht äußerte die Präsidentin des Berufsverbands der Kinderanalytischen Psychologen, die Kinder- und Familienpsychologin Kateryna Holtsberg, in einem Kommentar.
Ein sehr wichtiger Aspekt, der den Zustand des Kindes beeinflusst, sind die Eltern, Erziehungsberechtigten und alle anderen Bezugspersonen. Sind diese besorgt, ist es natürlich auch das Kind. Daher müssen wir nicht nur das Kind isoliert betrachten, sondern die Familie als Ganzes einbeziehen. Wenn Schulen und manche Einrichtungen dies gezielt über die Familie tun, wird die Integration des Kindes deutlich erleichtert. Sind die Eltern selbst sehr ängstlich, spürt das Kind dies und reagiert entsprechend
Gleichzeitig warnt der Psychologe davor, dass es nicht notwendig sei, vertriebene Kinder unter allen anderen herauszugreifen.
Schulpersonal und Lehrkräfte sollten verstehen, dass es Kinder gibt, die möglicherweise zusätzliche Unterstützung benötigen und gegebenenfalls von einem Psychologen begleitet werden sollten. Ich halte es jedoch für unangebracht, diese Kinder auszugrenzen. Denn es besteht die Gefahr von Machtmissbrauch, und die Ausgrenzung dieser Kinder kann im Gegenteil zu ihrer Isolation statt zu ihrer Integration beitragen. Erwachsene sollten sich dessen bewusst sein. Und ein Kind kann, wenn es seine Geschichte teilen möchte, dies gerne persönlich tun. Es sollten lediglich die gleichen Bedingungen geschaffen werden wie für jedes andere Kind, das neu an eine Schule kommt, damit es nicht zu Mobbing oder Ähnlichem kommt. Dies gilt für alle neuen Kinder – nicht nur für diejenigen, die aus besetzten Gebieten kommen. Jedes neue Kind sollte durch Kennenlernen und Integrationsmaßnahmen in die Schulgemeinschaft aufgenommen werden
Der Bürgermeister von Brovary, Ihor Sapozhko, sagte, dass die Gemeinde der Wiedereingliederung vertriebener Kinder große Bedeutung beimesse, insbesondere deren Besuch von Vorschulen und Bildungseinrichtungen.
Wir legen besonderen Wert darauf, dass vertriebene Kinder in Schulen unserer Gemeinde Präsenzunterricht erhalten, damit sie sich schneller integrieren können. Für uns sind alle Kinder der Ukraine unsere eigenen

